Unwetterschäden kosten die Kfz-Versicherer 1,3 Milliarden Euro
Dabei gab es starke regionale Unterschiede: „Besonders betroffen waren Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen: Hier waren die Schäden nicht nur häufiger, sondern mit einer durchschnittlichen Höhe von mehr als 4000 Euro auch gravierender als im restlichen Bundesgebiet“, sagt Asmussen.
Insgesamt liegt die Bilanz für das vergangene Jahr ungefähr im langjährigen Durchschnitt. Im Vorjahr hatten die Kfz-Versicherer noch rund 1,9 Milliarden Euro für Unwetterschäden an 480.000 Kraftfahrzeugen gezahlt. Das durchschnittliche Jahr dürfe daher nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Klimawandel die Gefahr durch Naturgewalten verschärft habe, warnt Asmussen: „Wir sehen in den letzten Jahren, dass einzelne Sturmzellen und Hagelschauer heftiger werden. Schon wenige extreme Wetterlagen können in kürzester Zeit und auf engem Raum immense Schäden anrichten.“ Das zeige sich nicht nur bei Kraftfahrzeugen, sondern auch bei den ebenfalls gegen Naturgefahren versicherten Gebäuden.
Wird ein Kraftfahrzeug durch Sturm, Hagel, Blitze oder Überschwemmung beschädigt, begleicht die Voll- bzw. Teilkaskoversicherung den Schaden. Auf den persönlichen Schadenfreiheitsrabatt hat ein solcher Schaden keinen Einfluss. Wer für sein Kraftfahrzeug lediglich eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließt, muss die Reparaturkosten nach einem Unwetter aus eigener Tasche zahlen. (aum)
Veröffentlicht am 19.06.2025

