2026-09-16 14:40:00 Automobile

Volvo XC60: Teilzeitstromer für die Langstrecke

Carzoom.de
Fotos: Volvo via Autoren-Union Mobilität

Vor vier Jahren bekam die Volvo-Kreativabteilung den Auftrag, den XC60, meistverkauftes Modell der Marke, für das Modelljahr 2027 zu verfeinern. Das Ergebnis ist eine dezente Überarbeitung des Bestsellers, bei der vor allem die Front- und Heckpartie neu gestaltet wurde. Die wichtigsten Änderungen fanden aber unter dem Blech statt. Neu sind die Versionen mit Plug-in-Hybridantrieben, die eine elektrische Reichweite von bis zu 200 Kilometern ermöglichen. Die Preisliste für die Varianten mit Mild-Hybridantrieb beginnt bei 59.990 Euro. Für die Plug-in-Technik wechseln mindestens 69.990 Euro den Besitzer.

Mit den neuen teilelektrischen Antrieben nimmt Volvo Kunden ins Visier, die noch nicht auf die vollelektrische Mobilität umsteigen wollen. Dank der deutlich gewachsenen Reichweite können die meisten Strecken elektrisch absolviert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, kombinierten die Volvo-Entwickler einen 130 kW (177 PS) starken E-Motor an der Hinterachse mit einem Vierzylinder-Turbo, was sich in eine Systemleistung von 357 PS (262 kW) übersetzt. Bei der stärkeren Version T8 steigt die Leistung auf 461 PS (339 kW). Als Energielieferant arbeitet ein 41,2 kWh starker Akku, der über das Bordladegerät mit elf kW geladen werden kann.

Die neue Antriebstechnik verpackten die Kreativen um Chefdesigner Jim Baaste in eine dezent überarbeitete Karosserie. Die Frontpartie wirkt durch das markantere Tagfahrlicht, auch als „Thors Hammer“ bekannt, noch dynamischer als beim Vorgängermodell. Die Scheinwerfer arbeiten jetzt in allen Versionen mit Matrix-LED-Licht. Auch die Heckpartie wurde leicht überarbeitet. Dem Designteam gelang dabei das Kunststück, dass die erfolgreiche Form des XC60 weitgehend erhalten blieb, durch die einzelnen Kunstgriffe gleichzeitig aber ein neuer Auftritt entstand. „Wir wollten für den XC60 ein digitaleres Design entwickeln und haben deshalb auch die prägnantere Hochglanzfläche in der Frontpartie gewählt“, beschreibt Jim Baste den neuen Auftritt.

Im Innenraum wurden die Informationszentrale und die Türverkleidungen neu entworfen. Unverändert blieb die für das skandinavische Design typische sachliche Atmosphäre. Der Mensch hinter dem Lenkrad blickt auf eine aufgeräumte Informationszentrale, die durch den 11,2 Zoll großen Bildschirm ergänzt wird, über den die Einstellungen des Infotainmentsystems auf Android-Basis gesteuert werden. Mit an Bord ist zum ersten Mal Google Gemini. Neben der digitalen Aufrüstung haben die Volvo-Entwickler zum Glück die analoge Welt nicht vollständig aus dem XC60 vertrieben. Schalter für die Klimatisierung sind in einer Leiste unter dem Bildschirm angeordnet, und im Lenkrad sind ebenfalls Schalter vorhanden. Auch die Außenspiegel können ganz konventionell eingestellt werden.

Der Innenraum ist großzügig gestaltet, im Fond finden die „Hinterbänkler“ ausreichend Platz, und das Gepäckabteil ist groß genug für den Familienurlaub. Für beste Unterhaltung sorgt die optionale Audio-Anlage von Bowers and Wilkins.

Neben Design und Antriebstechnik spendierte Volvo dem XC60 für das neue Modelljahr auch eine Überarbeitung der Sicherheit. Eine neue Sensorplattform bringt neue digitale Assistenten ins Auto. Dazu gehören unter anderem der neue Door Opening Alert, der warnt, wenn sich beim Öffnen der Türen andere Verkehrsteilnehmer nähern, ein elektronischer Helfer, der Kollisionen beim Abbiegen verhindern soll und ein Assistent, der ein automatisches Ausweichen einleitet. „Over the Air“ können in Zukunft weitere Funktionen aufgespielt werden. Ebenfalls an Bord sind so angenehmer Helfer wie ein Notbremssystem oder die so genannte „Run-off-Road-Protection“, die vor Verletzungen schützt, wenn der XC60 die Fahrbahn unplanmäßig verlässt.

Der neue XC60 kommt in den drei Ausstattungslinien Core, Plus und Ultra auf den Markt. (aum)

Veröffentlicht am 16.09.2026

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