2026-09-09 12:45:00 Automobile

Was Autofahrer bei einer öffentlichen Warnung beachten sollten

Carzoom.de
Fotos: Chat GPT/AvD via Autoren-Union Mobilität

Morgen findet wieder ein bundesweiter Warntag statt. Um 11 Uhr lösen Bund, Länder und Kommunen eine Probewarnung aus, gegen 11.45 Uhr folgt die Entwarnung. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) rät Verkehrsteilnehmern, Warnmeldungen im Ernstfall generell auch unterwegs ernst zu nehmen, aber nicht hektisch zu reagieren.

Wer eine Warnung während der Fahrt erhält, sollte zunächst die Verkehrssituation im Blick behalten und das Fahrzeug nicht spontan an einer ungeeigneten oder gefährlichen Stelle anhalten. Eine Warnmeldung auf dem Smartphone sollte keinesfalls während der Fahrt gelesen oder bedient werden. Stattdessen sollten Kraftfahrer sicher weiterfahren, sobald wie möglich an einem geeigneten Ort anhalten und sich dann über die konkrete Gefahrenlage und Handlungsempfehlungen informieren.

Bei akuten Ereignissen sind außerdem die Anweisungen von Polizei, Feuerwehr und anderen Einsatzkräften zu beachten. Insbesondere bei gesperrten Straßen oder Evakuierungen kann es wichtig sein, ausgewiesene Routen zu nutzen und Rettungswege freizuhalten.

Gewarnt wird über einen so genannten Warnmix. Dazu gehören unter anderem Sirenen, Radio und Fernsehen, Warn-Apps wie NINA, digitale Informationstafeln sowie Cell Broadcast. Gemäß dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ist Cell Broadcast ein Mobilfunkdienst, mit dem Warnungen direkt und anonym als Push-Nachricht an Smartphones geschickt werden können. Dies ist also besonders wichtig für Menschen, die unterwegs sind. Dabei wird eine Warnmeldung an empfangsfähige Mobiltelefone in einem bestimmten Gebiet gesendet, ohne dass dafür eine Warn-App installiert sein muss. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Gerät eingeschaltet und mit dem Mobilfunknetz verbunden ist. Nach einer Befragung wurden beim Warntag im vergangenen Jahr nahezu 100 Prozent der Menschen über mindestens einen Warnkanal erreicht.

Der morgige Test soll dazu beitragen, dass Warnungen im Ernstfall möglichst zuverlässig ankommen und die Menschen wissen, wie sie darauf reagieren können. Eine Entwarnung wird im Übrigen derzeit über Cell Broadcast noch nicht versendet. Wer also unterwegs ist und die Probewarnung ausschließlich auf diesem Weg erhält, sollte sich zusätzlich über andere Warnkanäle informieren. (aum)

Veröffentlicht am 09.09.2026

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