2025-04-24 14:01:00 Automobile

ZDK gegen höhere Parkgebühren

Carzoom.de
Fotos: Autoren-Union Mobilität/ZDK

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) spricht sich entschieden gegen eine Erhöhung kommunaler Parkgebühren aus. Die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) geforderten Erhöhungen kämen einer einseitigen Belastung für Pendler, Familien und Wirtschaft gleich, „die weder sozial ausgewogen noch verkehrspolitisch zielführend ist“, so der Branchenverband. Autofahrer leisteten mit Kfz-Steuer, Kraftstoffabgaben und allerlei Zusatzkosten bereits heute schon einen finanziellen Beitrag zur Straßeninfrastruktur und müssten nicht noch zusätzlich zur Kasse gebeten werden.

Der umstrittene Verein DUH hat die Parkgebühren in deutschen Städten als zu niedrig kritisiert. Bundesgeschäftsführer Jürgen Rescht: „Das Billigparken muss endlich gestoppt werden. Öffentlicher Raum ist viel zu wertvoll, um ihn noch länger als Parkplatz für immer größer werdende Autos zu verschleudern. Je mehr Fläche in unseren Städten blockiert wird, desto weniger Platz bleibt für Stadtnatur, öffentliche Verkehrsmittel, Fußgänger und Radwege.“ Er fordert zudem ein Ende kostenlosen Parkens im öffentlichen Raum. Die Gebühr für einen Parkschein sollte pro Stunde mindestens so hoch sein wie die Kosten für eine Einzelfahrt mit Bus und Bahn, so das DUH-Credo.

„Schon jetzt sind die Kosten für Autofahrerinnen und Autofahrer im Straßenverkehr absolut immens. Diese Belastungen noch weiter erhöhen zu wollen ist vollkommen inakzeptabel“, sagt ZDK-Präsident Arne Joswig. Bereits heute kämen jährlich rund 80 Milliarden Euro durch durch Einnahmen aus Lkw-Maut, CO2-Bepreisung, Energiesteuer auf Kraftstoffe sowie Kfz- und Dienstwagensteuer in die Staatskasse. Dies sei im europäischen Vergleich ein Spitzenplatz. Joswig wirft der DUH einen „ideologiegetriebene Kampf gegen das Auto“ vor.

Statt weiter an dieser Kostenschraube zu drehen, fordert der ZDK eine gerechtere und zielgerichtetere Verwendung bestehender Mittel. So sollten die Einnahmen aus Kfz- und Kraftstoffbesteuerung zweckgebunden in den Ausbau der Infrastruktur, die Digitalisierung von Verkehrsflüssen sowie in Park+Ride-Angebote investiert werden. Auch der Umstieg auf klimafreundliche Mobilitätslösungen sollte technologieoffen gestaltet werden – neben der fortschreitenden Elektrifizierung der Antriebe durch eine Förderung regenerativer und CO2-neutraler Kraftstoffe.

„Die Mobilitätswende kann nur gelingen, wenn alle Bevölkerungsgruppen mitgenommen werden“ warnt Joswig. „Wer wie die DUH individuelle Mobilität immer weiter verteuern möchte, riskiert eine Abkehr vom Wandel und gefährdet am Ende auch den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ (aum)


Veröffentlicht am 24.04.2025

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