2026-05-19 10:23:00 Automobile

ZF setzt weiter auf eigene E-Motoren und Inverter

Carzoom.de
Fotos: ZF via Autoren-Union Mobilität

ZF wird auch künftig in seiner Pkw-Antriebssparte Elektromotoren und Wechselrichter (Inverter) selbst entwickeln und produzieren. Der Vorstand des Konzerns bestätigt damit eine entsprechende Empfehlung aus einer Sonderprüfung zur Restrukturierung der Division Elektrifizierte Antriebstechnologien. Aufgrund der zögerlichen Nachfrage nach Elektroautos war die Pkw-Antriebssparte von ZF in die Verlustzone geraten. Um die Wettbewerbsfähigkeit der intern als „E-Division“ bezeichneten Sparte wiederherzustellen, sind deutliche Einschnitte notwendig. Gleichzeitig soll mit der Fertigung von E-Motoren und Invertern das entsprechende Know-how im Konzern erhalten bleiben.

Neben wirtschaftlichen und finanziellen Kriterien flossen auch strategische Aspekte wie technologische Souveränität, Know-how-Sicherung, Lieferkettenstabilität sowie geopolitische Risiken in die Bewertung ein. Trotz bereits erzielter Fortschritte bei den Sparmaßnahmen besteht weiterhin eine Lücke zu den angestrebten Zielkosten.

„Um vollständig wettbewerbsfähig zu werden, sind zusätzliche strukturelle Maßnahmen notwendig, einschließlich einer Anpassung der Personalkapazitäten. Diese Anpassungen sollen, wo immer möglich, sozialverträglich erfolgen. Ziel bleibt es, Personalüberhänge vorrangig über natürliche Fluktuation, freiwillige Programme, Altersteilzeit, konzerninterne Vermittlungen, Transfergesellschaften sowie das Auslaufen befristeter Beschäftigungen abzubauen“, teilte ZF mit. Betriebsbedingte Kündigungen sollen weiterhin vermieden werden, könnten angesichts des herausfordernden Marktumfelds jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden. (aum)

Veröffentlicht am 19.05.2026

ElektromobilitätUnternehmenZFAntriebssparte


 
Hiermit akzeptiere ich die Datenschutzbedingungen, sowie kontaktiert zu werden.Mit (*) markierte Felder sind Pflichtfelder.