2030 - Aktuelle Meldungen

Wortklauberei (30): Verbot und Angebot
12.06.2022 - Die Reaktionen auf den Beschluss des EU-Parlaments, den Verbrennungsmotor aus der Welt zu schaffen, liegen nun vor. Für Beobachter beginnt jetzt die amüsante Phase einer Bewertung der vorgebrachten Behauptungen und Argumente. Dabei fallen zwei Aussagen der Befürworter des Verbrennerverbots ins Auge: „Die Automobilindustrie ist doch längst auf dem Weg“ und „Wir haben für die Pkw keine e-Fuels übrig“. Das reizt zu einem vertiefenden Blick.
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„Wir brauchen eine Evaluierung“
09.06.2022 - Die Vereinigung der europäischen Automobilhersteller (ACEA) betont, die Industrie stehe voll hinter dem Ziel eines klimaneutralen Europas bis 2055. Deswegen fördere sie mit großem Elan mit immer neuen Modellen das Elektroauto, stellte Oliver Zispe, ACEA-Präsident und CEO von BMW, heute in seinem Statement zum Beschluss des EU-Parlaments gegen den Verbrennungsmotor fest. Doch angesichts der sich tagtäglich ändernden und unsicheren Lage sei es unmöglich, Regulierungen über dieses Jahrzehnt hinaus zu bewerten.
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„Eine Entscheidung gegen den Bürger“
09.06.2022 - Mit seinem Beschluss lokal emmissionsfreier neuer Pkw und leichter Nutzfahrzeuge ab Mitte des nächsten Jahrzehnts hat das EU-Parlament nach Ansicht des Verbands der Automobilindustrie „eine Entscheidung gegen die Bürger, gegen den Markt, gegen Innovation und gegen moderne Technologien“ getroffen. Dies sagte gestern Abend VDA-Präsidentin Hildegard Müller zur Entscheidung in Straßburg. Sie verwies darauf, dass es „in weiten Teilen Europas keine ausreichende Ladeinfrastruktur gibt“. Für das erklärte Ziel ist es daher aus ihrer Sicht „schlichtweg noch zu früh“. Zudem würde das Verbrauchervertrauen aufs Spiel gesetzt.
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Nur noch Gnadenfrist für den Verbrennungsmotor?
08.06.2022 - Die EU-Parlamentarier haben heute bei ihrer Plenarsitzung in Straßburg mit 339 Stimmen gegen 249 Neinstimmen beschlossen, die Autohersteller zu verpflichten, die CO2-Emissionen bis 2035 um 100 Prozent zu senken. Das ist faktisch ein Verbot der Diesel- und Benzinmotoren. Damit haben sie entschieden, dass es bei dem EU-Programm „Fit for 5“ mehr um die Emissionen von Personenwagen vor der eigenen Haustür als um das rasche Verhindern einer Klimaerwärmung geht.
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Vorstellung Mercedes-Benz e-Actros: „Schwere Jungs“ unter Strom
07.06.2022 - Jetzt also auch die Nutzfahrzeuge: Die Transformation zur Elektromobilität macht auch vor den „schweren Jungs“ auf der Straße nicht halt. Mit dem e-Actros startet Daimler Truck in die elektrische Zukunft. In zwei Jahren folgt der e-Actros Long Haul für die Langstrecke. Bis zum Jahr 2030 sollen die elektrischen Trucks 50 Prozent des Absatzes erreichen und von 2039 an plant das Unternehmen, die gesamte Palette mit elektrischen Antrieben auf die Straße zu schicken.
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Wir werden alle verfügbaren Technologien brauchen
04.06.2022 - Vor der Entscheidung des EU-Parlaments zu europäischen CO2-Flottengrenzwerten am Dienstag kommender Woche warnen Verbände, Mineralölproduzenten und Autozulieferer noch einmal vor einer einseitigen Festlegung auf Elektromobilität in Europa. Im Vorschlag der EU-Kommission ist das Ziel von minus 100 Prozent CO2-Emissionen der in der EU dann zugelassenen Neuwagenflotte enthalten.
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Wer falsch rechnet, den bestraft das Klima
03.06.2022 - Einseitige Elektrifizierung bringt nichts fürs Klima, dafür aber gigantische Rohstoffprobleme und Umweltschäden, gefährliche Abhängigkeiten, ein wachsendes Sicherheitsrisiko und sie destabilisiere die Stromnetze, behindere die Energiewende und sei in höchstem Maße unsozial. Das ist eine der Kernaussagen des Offenen Brief von 185 Wissenschaftlern an das EU-Parlament. Die Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Fachgebieten fordern die EU-Parlamentarier auf, am kommenden Dienstag gegen das faktische Verbrennerverbot zu stimmen.
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Renault fährt mit Mobilize in die Zukunft der Mobilität
02.06.2022 - Im Allgemeinen konzentrieren sich Automobilkonzerne auf eine Kernaufgabe: Sie wollen Fahrzeuge in möglichst hohen Stückzahlen auf den Markt bringen. Doch die Zeiten ändern sich, und die Industrie orientiert sich angesichts neuer Herausforderungen vom reinen Autohersteller zu einem Dienstleister in Sachen Mobilität.
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Synthetische Kraftstoffe für weniger als einen Euro
02.06.2022 - Die auch nach dem Steuerrabatt noch hohen Preise für den Kraftstoff nimmt die „eFuel Allianc“ zum Anlass eine optimistische Perspektive für die Preise der Kraftstoffe aus Kohlendioxid (CO2) und Strom zu entwickelt. Monika Griefahn, die Vorstandsprecherin der Gemeinschaft vieler interessierter Unternehmen von der Mineralölwirtschaft bis zum ADAC, hält auf lange Sicht sogar einen Literpreis von unter einem Euro für möglich. Griefahn verbindet diese Aussage mit der Forderung an Brüssel nach mehr Akzeptanz für synthetischen Kraftstoffe bei den Beschlüssen zu den CO2-Flottenzielen am kommenden Dienstag.
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Vorstellung Lexus RX: Turbo für den Hybrid
01.06.2022 - Irgendwann hat dann wohl doch der Mut gefehlt. Der neue Lexus RX, dessen Vorgänger sich seit 1998 mehr als 3,5 Millionen Mal weltweit verkauft hat, kommt zwar mit drei elektrifizierten Antrieben auf den Markt, eine vollelektrische Version wird aber vermutlich erst mit der nächsten Generation zu den Händlern rollen. Die fünfte Auflage des Premium-SUV kommt gegen Ende des Jahres als Plug-in-Hybrid mit 65 Kilometern Reichweite, als Vollhybrid und als Premiere mit einem Turbo-Hybrid zu den Kunden.
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Renault bringt die Kreislaufwirtschaft in Fahrt
27.05.2022 - In Flins, ohne Stau, was selten der Fall ist, eine gute Stunde von Paris entfernt, werden seit 1952 Automobile der Marke Renault produziert. Seit Jahren stand der älteste Standort des Konzerns, wo aktuell der Nissan Micra und der Renault Zoe produziert werden, mangels ausreichender Auslastung immer wieder zur Disposition – doch jetzt steht die Fabrik für den Aufbruch der französischen Marke in eine neue Zukunft. Und die ist nicht mehr mit der klassischen Produktion von Automobilen verbunden, sondern steht vielmehr für den Aufbruch in Richtung Kreislaufwirtschaft.
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Habeck und wir müssen den Dreck schlucken
25.05.2022 - Robert Habeck wählte das internationale Forum in Davos, um zu erklären, wie wir die Folgen eines Boykotts russischen Gases abmildern können. Die 2500 Politiker und Manager des Weltwirtschaftsforums waren sicher ein verständigeres Publikum, gewohnt im Umgang mit Zwängen. Vor deutschen Umweltschützern wäre ihm die Botschaft sicher nicht so leicht über die Lippen gekommen. Immerhin sollen die Kohle die Rolle des Russengases bei der Stromerzeugung übernehmen.
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