16.11.2022 - Die Elektromobilität allein reicht nicht aus, das Ziel einer CO2-neutralen Mobilität zu erreichen, erklärt die Präsidentin des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA) im Gespräch mit dem Branchen-Informationsdienst „Auto-Medienportal". Es sei daher unverständlich, dass die EU zögere und sich immer wieder gegen e-Fuels ausspreche. Um Klimaneutralität zu erreichen, sei Technologieoffenheit notwendig. Von Brüssel fordert sie industriepolitische Signale und Handelsverträge, um den Standort Europa wettbewerbsfähiger zu machen.
15.11.2022 - Die BMW Group hat Lieferverträge für CO2-reduzierten Stahl mit Lieferanten in China und den USA abgeschlossen. Zuvor schon hatten die Münchner die Lieferung von Stahl mit reduziertem den CO2-Fußabdruck von europäischen Unternehmen unterschrieben. Mittelfristig will BMW die CO2-Einsparungen durch weitere Vereinbarungen mit Lieferanten steigern. Derzeit entfallen rund 20 Prozent der CO2-Emissionen in der Lieferkette eines mittelgroßen vollelektrischen Fahrzeugs auf Stahl. Stahl steht damit an dritter Stelle, nach Batteriezellen und Aluminium.
14.11.2022 - Volkswagen ist bei der Elektrifizierung seiner Fahrzeugflotte ein Jahr schneller als geplant. Seit der Übergabe an den ersten ID 3 Kunden im Oktober 2020 hat Volkswagen 500.000 Autos der ID-Familie weltweit ausliefern können. Aktuell ist der Auftragsbestand bei Volkswagen weiterhin hoch: „Wir setzen alles daran, die rund 135.000 bestellten ID so schnell wie möglich an unsere Kundinnen und Kunden auszuliefern. Die nach wie vor angespannte Versorgungslage von Teilen führt jedoch immer wieder zu Produktionsanpassungen“, erklärt heute Imelda Labbé, Vorständin für Vertrieb, Marketing und Aftersales bei Volkswagen.
13.11.2022 - Er gehört(e) zu Frankreich wie Baguette, Croissant und Vin rouge – klingt stark nach abgedroschenem Klischee, doch beim Blick auf die Märkte in der französischen Provinz nahm der Citroën H eine im wahrsten Wortsinn marktbeherrschende Rolle in. Bäcker verkauften mit ihre frischen Backwaren, Winzer ihren Wein und Metzger ihre Paté. Der vor 75 Jahren auf dem Pariser Salon zum ersten Mal gezeigte Transporter entwickelte sich in Frankreich schnell zu einem der beliebtesten Modelle seiner Gattung. Seine charakteristische Wellblech-Karosserie, mit der seine Entwickler die großen Karosserieflächen versteiften, machten den Typ H bald zu einer unverwechselbaren Erscheinung.
11.11.2022 - Reisemobile sind mehr noch als Personenwagen eine sehr persönliche Angelegenheit. Bei ihnen geht es bei der Individualisierung nicht allein ums Design, sondern vor allem um Komfort, Sicherheit und Funktionalität. Schließlich will keiner bei den kostbarsten Wochen des Jahres, den Ferien, Kompromisse eingehen. Auf den Stell- und Campingplätzen haben wir uns umgesehen, welche Extraausstattungen besonders beliebt sind – und festgestellt, dass nur wenige Camper um die Gewichte wissen, die sie sich da in beträchtlicher Höhe an Bord holen.
10.11.2022 - Der Verband der Automobilindustrie hält die heute von der EU-Kommission verabschiedete Euro-7-Abgasnorm zeitlich für nicht umsetzbar. Sie soll für Pkw ab Juli 2025 gelten. Für technologisch kaum realisierbar hält der Branchenverband außerdem die Umsetzung bei schweren Nutzfahrzeugen bis Juli 2027.
09.11.2022 - Das Timing passt. Während in Kairo die Weltklimakonferenz läuft, legte Professor Thomas Koch vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) jetzt Zahlen zu den Klimafolgen von Verbrennungsmotor und Elektroantrieb vor. Seine Mitarbeiter und er suchten für einen wissenschaftlich basierten Vergleich beider Technologien nach der letzten Kilowattstunde und dem letzten Gramm Kohlendioxid-Emission (CO2) entlang der gesamten Lebensdauer – vom Rohstoff bis zum Recycling. Das eindeutige Ergebnis: Das Elektroauto ist jetzt schon eine Umweltsau. Und bei unserem Energiemix wird er erst einmal noch dreckiger.
09.11.2022 - Die EU-Kommission soll zeitnah eine europaweite Methode zur Erfassung der Emissionen von Personenwagen und leichten Nutzfahrzeugen über den gesamten Lebenszyklus einführen, fordert jetzt der Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen UNITI. Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn: „Batterieelektrische Fahrzeuge werden bewusst bevorzugt – zum Leidwesen des Klimas.“ Reale CO2-Emissionen, die während der Herstellung sowie der späteren Entsorgung des Fahrzeugs und besonders seines Akkus aber auch bei der Produktion des Ladestroms entstehen, würden in diesem Ansatz nicht erfasst, so Kühn. „Für eine faire Evaluation der Klimabilanzen verschiedener Antriebskonzepte sind Daten über die gesamten CO2-Emissionen notwendig.“
07.11.2022 - Das Timing hätte nicht besser sein können. Fast gleichzeitig mit den in Washington verabschiedeten neuen Voraussetzungen für die Förderung von Elektrofahrzeugen in den USA – die liegen bei bis zu 7500 Dollar Steuervergünstigungen – startete in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee die Produktion des VW ID 4.
07.11.2022 - Aiways hat in Deutschland mit dem Verkauf des U6 begonnen. Das SUV-Coupé mit 63 kWh großer Batterie ist nach Abzug der Förderprämie in Höhe von 6500 Euro zu Preisen ab 41.001 Euro zu bekommen. Die Nettolistenpreise beginnen bei 39.990 Euro. Der 160 kW (218 PS) starke U6 hat eine Normreichweite von bis zu 400 Kilometern und kann sowohl online als auch beim stationären Verkaufspartner Euronics bestellt werden. Die Auslieferung soll in der ersten Jahreshälfte 2023 beginnen. Mit dem Start des zweiten Modells baut Aiways die Servicestützpunkte in Zusammenarbeit mit A.T.U. in den nächsten Wochen auf 50 Filialen aus. (aum)
07.11.2022 - Es ist erst wenige Tage her, dass die EU mit großer Geste das Aus des Verbrennungsmotors für Pkw proklamiert hat: Ab 2035 sollen auf dem gesamten Kontinent nur noch Elektroautos zugelassen werden, klimaneutrale e-Fuels sollten nicht anerkannt werden. Ein Herzensprojekt grüner Politik schien damit unwiderruflich fixiert. Eine Hintertür hielt man sich allerdings offen: Die für 2026 geplante „Überprüfung“ der Maßnahmen. Jetzt wird klar: Spätestens dann könnte alles noch einmal ganz anders kommen. Binnenmarktkommissar Thierry Breton jedenfalls ließ in einem Interview mit dem „Brussels Playbook“ der Webseite „Politico“ die Alarmglocken schrillen.