ADAC: Over The Air-Updates dürfen keine Rückrufe verschleiern
Dank OTA ist für ein Update – beispielsweise zur Optimierung des Lademanagements einer Starterbatterie oder dem nachträglichen Freischalten von Zusatzausstattungen wie Navigations- und Assistenzfunktionen – keine Fahrt zur Werkstatt mehr nötig. Der ADAC kritisiert jedoch, dass Updates und deren Inhalte ohne Kenntnis des Fahrers möglich sind und fordert transparente Information sowie eine Wahlmöglichkeit („opt in / opt out“). Bedenklich ist laut Automobilclub auch, dass die Hersteller offizielle Rückrufe durch das stille Übertragen von Software-Updates gerade bei sicherheitsrelevanten Angelegenheiten umgehen könnten.
Hinzu kommt, dass OTA prinzipiell ein Einfallstor für Kriminelle sein kann, die per Mobilfunk Zugriff auf ein fremdes Auto nehmen. Deshalb müsse die Elektronik im Auto systematisch gegen Manipulation geschützt werden. Der ADAC plädiert hier für die international anerkannte Common Criteria Methode, die unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) betreut. (aum)
Veröffentlicht am 27.07.2021
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