2020-09-11 08:03:00 Automobile

Audi spendiert dem e-Tron das scharfe S

Audi erhöht die Performmnace des e-Tron und bringt zum Herbst die S-Version mit drei Elektromotoren, von denen zwei an der Hinterachse arbeiten. Zum vollelektrischen Allradantrieb kommt das elektrische Torque Vectoring mit aktiver und vollvariabler Momentenverteilung an der Hinterachse. In der Fahrstufe „S“ stellen e-Tron S und e-Tron Sportback für acht Sekunden im Boost 503 PS (370 kW) und 973 Newtonmeter Drehmoment bereit. In 4,5 Sekunden sind aus dem Stand 100 km/h erreicht, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 210 km/h begrenzt.

Der leistungsstärkere E-Motor, der beim Audi e-Tron 55 die Hinterachse antreibt, ist in angepasster Bauweise beim S an der Vorderachse montiert. Jeder der hinteren E-Motoren schickt die Antriebsmomente über ein Ein-Gang-Getriebe direkt auf das jeweilige Rad, ein mechanisches Differenzial existiert nicht mehr. Mit einer Batterieladung kommen e-Tron S und e-Tron S Sportback im WLTP-Zyklus auf Reichweiten von bis zu 364 bzw. 370 Kilometern. Die Betätigung und die Regelung der Bremse erfolgen über ein kompaktes Modul – es steuert den Druckaufbau elektronisch („by wire“), verstärkt ihn elektrisch und betätigt die Bremsen hydraulisch. Ein elektrischer Spindelantrieb setzt den Verdrängerkolben sehr schnell in Bewegung, nach nur 150 Millisekunden liegen die Beläge mit vollem Druck an den Scheiben an. Je nach Fahrsituation entscheidet das Bremsregelsystem, ob das Auto mit den E-Maschinen, den Radbremsen oder beiden Systemen verzögert, individuell an jeder Achse.

Dank verschiedener Maßnahmen wie durchströmte Radlaufverbreiterungen und die optionalen Außenspiegelkameras erreichen die Modelle cw-Werte von 0,26 und 0,28. Ein zweiter großer Baustein im Aerodynamik-Konzept ist der steuerbare Kühllufteinlass mit Kanälen zur Kühlung der vorderen Radbremsen. Er bleibt so oft wie möglich geschlossen, so dass der Fahrtwind fast verwirbelungsfrei über die Haube strömt.

Im Innenraum finden sich Leder-/Alcantara-Sportsitze, die ebenso wie der Fahrstufen-Wählhebel eine „S“-Prägung mit Raute tragen. Die Dekorblenden bestehen aus gebürstetem Aluminium in zwei Ausführungen, auf Wunsch aus Carbon. Im Dunkeln setzt das Kontur-/Ambientelichtpaket progressive Akzente.

Wie alle Oberklassemodelle von Audi bringt auch der e-Tron S das digitale „MMI touch response“-Bediensystem mit den beiden großen zentralen Displays mit. Im dritten Display, dem virteullen Cockpit, kann der Fahrer eine spezielle Ansicht wählen, die den elektrischen Antrieb in den Mittelpunkt rückt. Auf Wunsch ergänzt ein Head-up-Display das Anzeigenkonzept. Die Online-Services von Audi connect ergänzen die Navigation, allen voran der erweiterte e-tron Routenplaner. Er errechnet die schnellste Route inklusive der optimalen Ladestopps, wobei er auch Verkehrsdaten, das Fahrprofil des Fahrers und die Dauer der Ladestopps einbezieht. In manchen Fällen kann diese Strategie dazu führen, dass er eine alternative Route vorschlägt. Das Verzeichnis der Ladepunkte, das entsprechende Zusatz-Informationen enthält, wird jeden Tag online neu aktualisiert. Auf Wunsch können Ladestationen mit dem E-Tron-Charging-Service in der Routenplanung präferiert werden.

Der Audi e-Tron S ist zu Preisen ab 91.435 Euro zu haben, der Sportback ist rund 2200 Euro teurer. (ampnet/jri)

Veröffentlicht am 11.09.2020

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/Audi
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