Ausbau der Ladeinfrastruktur hinkt hinterher
In Deutschland gibt es aktuell 48.717 (Quelle: Bundesnetzagentur, Stand: 01. Oktober 2021) öffentlich zugängliche Ladepunkte. Davon sind 7053 Schnellladeanschlüsse. „Die ambitionierten Ziele der neuen Bundesregierung – bis zu 15 Millionen Elektrofahrzeuge bis 2030 – erhöhen nochmals den Druck auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Dabei kommt den öffentlich zugänglichen Ladepunkten eine besondere Bedeutung zu. Damit die Ziele erreicht werden können, muss der Staat beim Ausbau der Ladeinfrastruktur entschlossen agieren“, so VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Das neue VDA-E-Ladenetz-Ranking zeigt: Es geht voran, aber das Tempo stimmt noch nicht. Die Energieversorger sowie die Bürgermeister und Landräte müssen den lokalen Aufbau besser koordinieren, denn sie wissen am besten, wie der Bedarf vor Ort konkret aussieht. Hinzukommen müssen neue Lademöglichkeiten im privaten Bereich, am Arbeitsplatz, im Handel, bei den Tankstellen und den Parkhäusern. Wir brauchen überall mehr Tempo!"
Die höchsten Quoten von öffentlich zugänglichen Ladestellen pro Elektroauto haben Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern. Es folgen Schleswig-Holstein und Bremen vor Niedersachsen, Bayern, Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Hessen. Die höchste Ladedichte hat Salzgitter vor dem thüringischen Saale-Orla-Kreis und dem Landkreis Uckermark. Beim Schnellladenetz ist der thüringische Landkreis Altenburger Land Spitzenreiter vor dem Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt und dem Saale-Orla-Kreis.
Geht es um die grundsätzliche Attraktivität des Ladenetzes in einem Landkreis oder einer Stadt – die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte im Verhältnis zu allen in der Kommune oder Region Landkreis zugelassenen Pkw, hat Wolfsburg die Nase vorn. Auf dem zweiten Platz steht Ingolstadt gefolgt von Passau. (aum)
Veröffentlicht am 30.11.2021
ElektromobilitätUnternehmenVDAPolitik & VerkehrLadeinfrastrutkurAusbau
