BMW reduziert beim i3 CO2-Emission in Produktion und Lieferkette
Der Einsatz erneuerbarer Energien, der steigende Anteil von Sekundärmaterialen sowie Produkt- und Prozessinnovationen tragen zu einer deutlichen Verringerung der Emissionen in der gesamten Lieferkette bei. So konnten die CO2e-Emissionen in der Lieferkette während der Produktentwicklung des BMW i3 durch entsprechende Maßnahmen um etwa ein Drittel reduziert werden.
Das Konzept beinhaltet den verstärkten Einsatz von Sekundärmaterialien, eine gezielte und reduzierte Materialauswahl und die Optimierung der Demontagefähigkeit. So wird im vorderen Stoßfänger des BMW i3 in der Verkleidung 30 Prozent Kunststoffrezyklat eingesetzt. Gleichzeitig wurde die Materialvielfalt im gesamten Stoßfänger ohne Anbauteile gegenüber dem Vorgänger auf sieben Materialien reduziert. Durch den hohen Einsatz eines für eine Wiederverwertung besonders geeigneten Kunststoffes konnte der kreislauffähige Kunststoffanteil von ca. 46 Prozent beim Vorgänger auf ca. 85 Prozent erhöht werden.
Der neue BMW i3 besteht zu etwa 30 Prozent aus Sekundärmaterialien. Dazu zählen unter anderem die Aluguss-Komponenten wie Schwenklager und Radträger des neuen BMW i3 mit einem Sekundärmaterialanteil von 80 Prozent sowie die Aluminiumguss-Felgen mit einem Anteil von 70 Prozent Sekundäraluminium. Das Gehäuse des hinteren Elektromotors, das im BMW Werk Landshut gefertigt wird, besteht bis zu zwei Dritteln aus sekundärem Aluminium. In der Fertigung wird anteilig Energie aus erneuerbaren Quellen eingesetzt.
In den „Gen6“-Batteriezellen des Hochvoltspeichers kommen anteilig Sekundärmaterialien für Kobalt, Lithium und Nickel zum Einsatz. In der Fertigung des Anoden- und Kathodenmaterials sowie in der Zellfertigung wird Energie aus erneuerbaren Quellen eingesetzt. Im Vergleich zur „Gen5“-Zelle des Vorgängermodells konnte der CO2e-Ausstoß um ca. 33 Prozent pro Wattstunde gesenkt werden.
Ein weiteres Beispiel für den innovativen Umgang mit Werkstoffen und Sekundärmaterialien sind die Motorraumabdeckung und das Staufach unter der Frontklappe des BMW i3. Das Ausgangsmaterial besteht zu 30 Prozent aus recyceltem maritimem Kunststoff. Dabei handelt es sich um Post-Consumer-Material von gebrauchten Fischernetzen und Seilen.
Mit dem Efficient-Dynamics-Technologiepaket wird die Effizienz des Fahrzeuges über alle Subsysteme in der Nutzungsphase optimiert, zum Beispiel mit Verbesserungen der Aerodynamik sowie bei Leichtbau, Rollwiderstand und dem gesamten Energiemanagement. (aum)
Veröffentlicht am 16.03.2026
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