2026-03-05 09:21:00 Automobile

Camping ist Wachstumsmotor des Tourismus

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/Dethleffs

Der Camping-Boom hält ungebremst an. Erneut ist die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen gestiegen, nach Angaben der Informations- und Buchungsplattform Camping.Info zum vierten Mal in Folge. 2025 ist sie um 4,2 Prozent auf 44,7 Millionen Nächte gewachsen, während Hotels, Gasthöfe und Pensionen im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang von 0,4 Prozent hinnehmen mussten. Besonders die Wintermonate hätten maßgeblich zu diesem Rekordergebnis beigetragen, so Camping.Info.

Camping bleibt der Liebling deutscher Urlauber: 39,92 Millionen Übernachtungen entfielen 2025 auf Gäste aus dem Inland, 4,74 Millionen Übernachtungen auf ausländische Urlauber. Selbst im Dezember stieg die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen um beeindruckende 18,5 Prozent im Vergleich zum Dezember 2024. „Immer mehr Campingplätze verlängern ihre Saison. Die Nachfrage ist da – und gleichzeitig sind die Betriebe besser ausgelastet sowie Arbeitskräfte auch über den Sommer hinaus beschäftigt. Spezielle Angebote und Mietunterkünfte, vor allem zu besonderen Anlässen wie Silvester, werden sehr gut angenommen”, sagt Camping-Info-Geschäftsführer Maximilian Möhrle.

Campingland Nummer 1 bleibt Bayern mit 8,63 Millionen Übernachtungen, dicht gefolgt von Niedersachsen (6,37 Millionen) und Baden-Württemberg (5,76 Millionen). Doch nicht nur die klassischen Campingregionen begeistern immer mehr Urlauber mit Wohnwagen und Wohnmobil: Die größten Zuwächse gab es im Saarland ( plus 26,7 Prozent) sowie in Nordrhein-Westfalen (+13,2 %) und Rheinland-Pfalz (+13 %).

Dafür, dass Camping so beliebt ist, sieht das Portal mehreren Gründe. Immer mehr Menschen suchten nach einer Auszeit in der Natur, abseits von Alltag und Konsum. Die große Flexibilität, von der Routenplanung bis zum Urlaubsalltag, sei für viele Camper unverzichtbar geworden. Während der Corona-Zeit haben viele Reisende das Campen ausprobiert und sind dieser Entdeckung treu geblieben. Heute wird vor allem das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis beim Campen gelobt, außerdem eine Vielfalt, wie sie nie zuvor zu finden war. Vom idyllischen Naturcampingplatz mit sanitärer Basisausstattung bis hin zur luxuriösen 5-Sterne-Anlage mit privaten Miet-Badezimmern, Whirlpool und Sauna wird nahezu jeder Anspruch und jede Preisgestaltung abgedeckt.

Für 2026 prognostiziert Camping.Info eine weiterhin steigende Nachfrage. Vor allem die in Befragungen von Camping.Info am besten bewerteten Gastgeber sollten daher frühzeitig gebucht werden. Bei den Top-Campingplätzen in Deutschland 2026 findet sich der Campingpark Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) auf Rang eins, zweiter ist das Rosenfelder Strand Ostsee Camping in Grube (Schleswig-Holstein), und auf Rang drei folgt das Heilbad Waren (Müritz/Mecklenburg-Vorpommern).

Insgesamt gibt es in Deutschland rund 3100 offizielle Campingplätze, die Bundesrepublik liegt damit in der europäischen Rangliste auf Platz drei. Großbritannien überrascht mit einem größeren Angebot und fast 5000 Camps in England, Schottland und Nord-Irland. Spitzenreiter ist Frankreich, wo gut 10.000 Campingplätze Gäste willkommen heißen. Sie finden sich nicht nur an den Mittelmeer- und Atlantik-Küsten. Auch im Landesinneren besteht ein vielfältiges Angebot, das häufig von den gemeindebetriebenen, preisgünstigen „Camping Municipals“ geprägt wird. (aum)

Veröffentlicht am 05.03.2026

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