Der e-Tron wird zum Stromspeicher
Die Hochvolt-Batterie des Elektroautos wird nicht nur über die Wallbox zu Hause geladen, sondern kann als dezentrales Speichermedium auch wieder Energie ans Haus abgeben. Hat der Kunde eine Photovoltaikanlage, dient das E-Auto als Zwischenspeicher für den eigenerzeugten Ökostrom. „Perspektivisch möchten wir [...] Potenzial nutzbar und das E-Auto als Stromspeicher auf vier Rädern zum Teil der Energiewende machen“, findet Martin Dehm, technischer Projektleiter für bidirektionales Laden bei Audi.
Beim Forschungsprojekt kam ein Audi e-Tron mit seriennaher Ladetechnologie zum Einsatz. Im Versuchsverbund agierte das vollelektrische Fahrzeug mit einer DC-Wallbox, die eine Ladeleistung von bis zu 12 kW ermöglicht, sowie einem flexibel erweiterbaren Heimspeicher mit 9 kWh Kapazität. Dank der DC-Spannungsebene im Gesamtverbund kommt die Verbindung zwischen PV-Anlage und Fahrzeug ohne Wechselrichter aus.
Verfüge der Kunde über variable Tarife, könne das E-Auto die gesamte Hausversorgung in Zeiten hoher Preise übernehmen - so Audi. Nachts oder in Nebenzeiten des Tarifs lade das Auto dann mit günstigem Strom wieder bis zum gewünschten Ziel-SOC (State of Charge). Bei einem Stromausfall sei das System sogar in der Lage, das Haus durch die HV-Batterie mit Energie zu versorgen oder ein Gebäude ohne Netzanschluss im sogenannten Inselbetrieb autark zu betreiben. (ampnet/deg)
Veröffentlicht am 23.07.2020
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