Erneuerbare Kraftstoffe: Noch fehlt Planungssicherheit
Bisher werden nur wenige Anlagen zur Herstellung von grünem Wasserstoff oder Wasserstoffderivaten wie e-Fuels errichtet, obwohl die Politik wiederholt in Strategien Ziele für ihre Verwendung im Energie-, Transport-, Gebäude- und Industriesektor formuliert hat, so Uniti. Ein wesentlicher Grund dafür sei, dass das regulatorische und politische Umfeld für Investoren zu risikoreich ist. So sende die EU bislang immer das Signal eines Verbrennerverbots. Das schließe einen künftigen Kraftstoffmarkt im Straßenverkehr aus.
Für einen Mengenhochlauf erneuerbarer Kraftstoffe bedarf es daher aus Sicht des Verbands „passender regulativer Rahmenbedingungen sowie wirksamer De-Risking-Maßnahmen, die derzeit nur in ersten Ansätzen existieren, aber schnellstmöglich geschaffen werden müssen“. Uniti fordert unter anderem ambitionierte Quoten für erneuerbare Kraftstoffe im gesamten Verkehr bis 2030 und einen Regulierungsrahmen über 2030 hinaus sowie eine CO2-Flottenregulierung, die den Einsatz erneuerbarer Kraftstoffe für sämtliche neue Kraftfahrzeuge ermöglicht. Zudem sollten erneuerbare Kraftstoffe bei der Energiebesteuerung gegenüber fossilen Kraftstoffen bessergestellt werden.
Uniti plädiert zudem dafür, dass im STIP die Produktion von Kraftstoffen wie e-Fuels nicht auf die EU beschränkt wird, sondern globale Produktionspotentiale an besonders geeigneten Standorten für Grünstrom einbezogen werden. Der Ausbau und die Intensivierung von Energiepartnerschaften sollten Grundlagen dieser Importe sein. (aum)
Veröffentlicht am 04.09.2025
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