Flugverkehr geht bei CO2-neutralen Kraftstoffen voran
Durch den Einsatz von SAF wird der Ausstoß von CO2 aus erdölbasiertem, fossilem Kerosin vermieden. Bei der Verbrennung im Triebwerk wird ausschließlich CO2 freigesetzt, das zuvor der Atmosphäre entzogen wurde, zum Beispiel beim Wachstum der Pflanzen. SAF ist damit die Alternative zu fossilem Flugtreibstoff und der Schlüssel zu klimafreundlichem, CO2-neutralem Flugverkehr.
Das eingesetzte SAF kann dem herkömmlichen Kerosin beigemischt werden und ist daher ohne Anpassungen am Flugzeug und der Versorgungslogistikkette als so genanntes Drop-In Fuel praxis- und alltagstauglich. Deshalb wird eine dem Kraftstoffbedarf für die Flüge von Frankfurt nach Shanghai und zurück entsprechende Menge SAF in das Betankungssystem des Frankfurter Flughafens eingespeist. Jedes anschließend aus dem Tanklager betankte Flugzeug erhält und verbraucht physisch einen kleinen Anteil des SAF.
Die so vollzogene CO2-Vermeidung wird jedoch dieses Mal vollständig Lufthansa Cargo und DB Schenker gutgeschrieben. Beide Unternehmen machen damit den Auftakt zu einer im November vereinbarten gemeinsamen Arbeit am Ausstieg aus fossilen Kraftstoffen in der Luftfahrt. Beide Unternehmen werden ab dem Sommerflugplan CO2-neutrale Luftfracht regelmäßig als Produkt für die verladende Industrie anbieten. Zusätzlich wollen beide Unternehmen mit einem Aufforstungsprojekt auch jene CO2-Emissionen und weitere Treibhausgase ausgleichen, die bei der Herstellung der Biomasse, Verarbeitung und dem Transport des SAF entstanden sind. (ampnet/Sm)
Veröffentlicht am 29.11.2020
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