2020-04-21 12:16:00 Automobile

Ford flüstert seinen Autos die Ruhe zu

Im Innenraum von Fahrzeugen wird es immer
ruhiger. Die "Flüsterstrategie" von Ford bietet viele kleine Verbesserungen in Bezug auf die Akustik im Fahrzeug, die in der Summe einen großen Unterschied machen. Neben der Isolation durch Rad- und Motoraufhängungen, sowie Türdichtungen und Reifen sinkt das Geräuschniveau. Geräusche werden auch aktiv kompensiert.

Bei der Entwicklung des neuen Kuga untersuchte Ford
geräuscherzeugende Elemente - von der Rad- und Motoraufhängung bis zu
den Türdichtungen -, um Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.
Bei der Ausstattungsvariante Vignale wurde überdies durch das
Hinzufügen von Perforationen in der Premium-Lederpolsterung der
Anteil an glatten Flächen verringert, wodurch Geräusche weniger
reflektiert werden. Unter der Karosserie der neuen, dritten Ford
Kuga-Generation befinden sich aerodynamisch abgestimmte
Schallschutzschilde, die das Eindringen von Straßen- und
Windgeräuschen von außen begrenzen.

Die Ford-Ingenieure testeten zwei Jahre lang mehr als 70 verschiedene
Reifen auf verschiedenen Oberflächen unter nassen und trockenen
Bedingungen sowie bei verschiedenen Geschwindigkeiten. Ziel
war es, eine Reifenspezifikation zu finden, die die Abrollgeräusche
auf ein Minimum reduziert und gleichzeitig ein hohes Niveau an
Komfort und Grip sicherstellt. Zudem sind Kanäle hinter den
Außenverkleidungen, die zur Kabelführung dienen, kleiner und
schmaler, um den karosserienahen Luftstrom zu begrenzen.

Das bedarfsweise Fahren ohne Verbrennungsmotor ermöglicht eine
spürbar reduzierte Geräuschkulisse. Das Plug-in-Hybrid-System des Kuga
setzt sich zusammen aus einem 2,5 Liter großen Vierzylinder-Benziner,
der nach dem Atkinson-Zyklus arbeitet, einem Elektromotor sowie einer
Lithium-Ionen-Hochvolt-Batterie mit einer Kapazität von 14,4
Kilowattstunden (kWh). Gemeinsam entwickelt dieses Antriebssystem
eine Leistung von 225 PS (165 kW), die über ein stufenloses
CVT-Automatikgetriebe auf die Straße gebracht wird.

Im vom Fahrer auswählbaren Antriebsmodus "EV Jetzt" wird das Fahrzeug
rein elektrisch und damit lokal emissionsfrei angetrieben, bis der
Akku-Ladezustand nicht mehr für reine Elektrofahrten ausreicht. Der Benzinmotor schaltet sich dann komplett ab, das Fahrzeug wird
allein über die Batterie und den Elektromotor angetrieben, wodurch
bei kontrollierten Tests sehr niedrige Geräuschemissionen von nur 52
dB(A) gemessen wurden - das entspricht dem Geräuschpegel eines
sanften Landregens.

In der Ausstattungsvariante "Vignale" verfügen der Kuga
Plug-in-Hybrid (sowie die Kuga Vignale-Versionen mit dem
2,0-Liter-EcoBlue-Dieselmotor) über eine "Aktive
Geräuschkompensation": Strategisch im Dachhimmel platzierte Mikrofone
erkennen unerwünschte Frequenzen im Innenraum, die mit
gegensätzlichen Schallwellen aus den Lautsprechern des B&O Sound
Systems weitgehend neutralisiert werden.

Ein von Ford realisierter inoffizieller Test ergab, dass die Insassen
des neuen Kuga Plug-in-Hybrid einem bis zu vierfach geringeren
Geräuschpegel ausgesetzt sind als noch ihre Großeltern in einem Ford
Anglia aus dem Jahre 1966. Erhöht man den Schalldruck um rund zehn
Prozent, wird er von den meisten Menschen als doppelt so laut
wahrgenommen. (ampnet/deg)

Veröffentlicht am 21.04.2020

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/Ford
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