Kleinwagen überdurchschnittlich teuer und wenig Auswahl
Noch tiefer müssen Verbraucher für einen elektrischen Kleinwagen in die Tasche greifen. Im Schnitt kosten die Stromer 29.457 Euro, also knapp 7000 Euro mehr als ein Verbrenner-Modell. Wenn auch mit einer kleinen Entspannung gegenüber dem Vorjahr. 2023 mussten im Schnitt noch 32.155 Euro bezahlt werden. Grund dafür sind nach Ansicht des ADAC die Preisreduzierungen nach dem Wegfall der Förderprämie und das – wenn auch nur schleppend – größer werdende Angebot an kleinen E-Autos.
Gleichzeitig schrumpft jedoch die Gesamtzahl der angebotenen Modelle. Hatten Kunden 2014 noch die Wahl aus 80 Kleinwagen mit Verbrennungsmotor, sind es heute mit 55 Modellen rund ein Drittel weniger. Die Vielfalt an Stromern hat dagegen zugenommen, innerhalb von zehn Jahren ist das Angebot von acht auf aktuell 22 angewachsen.
„Für viele Verbraucher ist es fast unmöglich, sich ein neues Auto zu kaufen“, sagt ADAC-Technikpräsident Karsten Schulze. Das gelte besonders, weil Kleinwagen vom Markt verschwinden oder unverhältnismäßig teuer geworden sind. Der Umstieg auf ein umweltfreundliches E-Auto werde durch das geringere Angebot und die noch höheren Preise zusätzlich erschwert, so Schulze. (aum)
Veröffentlicht am 16.07.2024






