Kraftstoffpreise schwanken um bis zu elf Cent am Tag
Als besonders groß entpuppt sich das Sparpotenzial für Fahrer von Benziner-Pkw. Hier beträgt die Differenz nach Angaben des ADAC zwischen dem teuersten Zeitpunkt um 7 Uhr und der günstigsten Phase zwischen 20 und 22 Uhr rund elf Cent je Liter. Bei einer 50 Liter-Tankfüllung macht das eine Erspanis von 5,50 Euro. Für Dieselfahrer gelten die gleichen Tageszeiten, da aber die erste Preisspitze morgens um 7 Uhr nicht so extrem ausgeprägt ist wie bei Benzin, beträgt die Ersparnis im Tagesverlauf mit zehn Cent etwas weniger.
Die Tagesverlaufskurve der durchschnittlichen Benzin- und Dieselpreise zeigt, dass eine weitere Preisspitze hinzugekommen ist. Damit setzt sich ein seit einigen Jahren erkennbarer Trend fort. Gab es vor fünf Jahren genau eine teure Phase während der Nachtstunden und anschließend ein gleichmäßiges Absinken der Preise zwischen den Morgen- und den frühen Abendstunden, lassen sich derzeit sechs regelmäßige, über den Tag verteilte tägliche Preiserhöhungen feststellen.
Als Faustregel für die Verbraucher empfiehlt der ADAC, im Zeitraum zwischen 18 und 22 Uhr zu tanken. Weitere kürzere Zeitfenster mit relativ günstigen Preisen verteilen sich über den Tag. Vermeiden sollte man tunlichst die Morgenstunden, denn die höchsten Preise für Benzin und Diesel sind regelmäßig in der Zeit zwischen 5 und 8 Uhr zu bezahlen.
Basis der aktuellen Untersuchung waren sämtliche Preisbewegungen der über 14.000 Tankstellen in Deutschland im Mai 2020. (ampnet/jri)
Veröffentlicht am 05.06.2020
