Mit 400-Watt-Lautsprechern durch die Rabatten
Allerdings fehlten Ihnen beim Thema Stromer im Rallyesport noch jegliche Erfahrungswerte. Da war zunächst die Frage nach der Hardware, die leistungsfähig und robust sein muss. Handelsübliche Lautsprecher werden normalerweise in Innenräumen von Fahrzeugen oder Gebäuden verbaut, sind also in den seltensten Fällen wasserdicht. Damit ein elektrisches Rallyefahrzeug von den Zuschauern gut gehört wird, müssen die Lautsprecher jedoch außen montiert sein, wo sie Erschütterungen, Staub und Feuchtigkeit voll ausgesetzt sind.
Die Ingenieure machten sich auf die Suche nach strapazierbaren Boxen und wurden im Marine-Zubehör fündig. Vorne und hinten arbeiten am Corsa-e Rally jetzt je zwei spritzwassergeschützte Lautsprecher mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 400 Watt. Sie werden von einem Verstärker versorgt, der seine Signale von einem eigenen Steuergerät erhält. Diese Blackbox operiert mit einer eigens geschriebenen Software, welche die Fahrzeugdaten umsetzt. Das System arbeitet nicht geschwindigkeits-, sondern drehzahlabhängig, was somit auch durchdrehende Antriebsräder hörbar macht.
Die Lautstärke ist in zwei Leistungsstufen regelbar. Bei Fahrten auf der Verbindungsetappe, also auf öffentlichen Straßen, kommt ein leiser Modus zum Einsatz. Erst auf der Wertungsprüfung wird voll aufgedreht. Die Teams sind per Reglement dazu verpflichtet, die Lautstärke jeweils entsprechend umzuschalten.
„Wir wollten nicht einfach das Geräusch eines Verbrennungsmotors simulieren, sondern einen eigenständigen Elektrosound kreieren“, sagt Opel Motorsport Direktor Jörg Schrott. „Wir sind überzeugt, dass der Sound auch bei den Fans an den Wertungsprüfungen Emotionen wecken wird – auch wenn er sich bewusst von dem eines klassischen Rallyefahrzeugs mit Turbomotor unterscheidet.“ (ampnet/fw)
Veröffentlicht am 10.04.2021
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