Nur Fliegen war schöner
Nur Fliegen war schöner
Opel feiert 60 Jahre Opel GT auf der 21. Classic-Gala Schwetzingen, erste Konzept-Studie von 1965 sowie Targa-Showcar Aero GT und Rekordfahrzeug Elektro-GT zu sehen.
Bevor Opel auf der kommenden IAA Mobility die Studie Opel Corsa GSE Vision Gran Turismo präsentiert, blicken die Rüsselsheimer am Wochenende davor auf einen Meilenstein ihrer Modellgeschichte zurück. Bei der diesjährigen 21. Classic-Gala Schwetzingen (5. bis 7. September) steht für Opel unter dem Motto „Nur Fliegen ist schöner“ der legendäre Opel GT im Mittelpunkt. So wie der Werbeslogan in die Geschichte einging, ist auch der Beworbene selbst zum Klassiker geworden, der vor genau 60 Jahren als Konzeptstudie Experimental GT die Fachwelt erstaunen ließ. Die Studie können die Besucher im Barockgarten des Schlosses Schwetzingen genauso unter die Lupe nehmen wie das Showcar Aero GT und verschiedene Serienversionen.
Auf der IAA 1965 präsentierte Opel den zweisitzigen Sportwagen Experimental GT, der mit seiner auffälligen Karosserielinie, dem flachen Bug mit Klappscheinwerfern, bauchigen Kotflügeln und scharfer Abrisskante am Heck die Blicke auf sich zog. Sein Äußeres erinnert an die stark taillierte Form der klassischen Coca Cola-Flasche, wird deshalb auch „Coke Bottle Shape“ genannt. Das Publikums- und Medienecho war überwältigend und nur drei Jahre später reift der Prototyp in Rekordzeit zum Serienauto. Im Schwetzinger Schlosspark ist sowohl der weltweit älteste existierende Serien-GT von 1968 als auch ein ockerfarbenes Exemplar des ab 1971 angebotenen GT/J zu sehen. Das „J“ steht dabei für „Junior“. Dieses spezielle, aufwendig restaurierte Exemplar stammt vom Dachverband europäischer GT-Clubs, der sich ebenfalls auf der diesjährigen Classic-Gala mit einem Infostand präsentieren wird.
Außerdem zeigt Opel in Schwetzingen, was die Designer und Entwickler Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre noch alles mit dem GT vorhatten. 1969 erschien auf der IAA der Aero GT mit elektrisch versenkbarer Heckscheibe und abnehmbaren Dach. Zum Leidwesen der Cabrio-Liebhaber blieb der offene Targa jedoch nur eine Studie.
Ein weiteres Exemplar, das Opel Classic vor Ort ausstellen wird, ist ebenfalls kein Serien-, dafür aber ein vielfaches Rekordfahrzeug: der Elektro GT. 1971 machte Georg von Opel, jüngster Enkel des Firmengründers, den GT zum Stromer. Mittels zweier gekoppelter Elektromotoren angetriebene kam das 118 kW (160 PS) starke Fahrzeug auf eine Spitze von 214 km/h. Am 17. und 18. Mai 1971 fuhr der umgerüstete Elektro-GT auf dem Formel-1-Kurs in Hockenheim insgesamt sechs Elektroauto-Weltrekorde ein – und wurde damit zum frühen Wegbereiter der E-Mobilität, deren moderne Ausprägung Opel in Schwetzingen mit dem Familien-SUV Frontera Electric präsentiert. (aum)
Veröffentlicht am 25.08.2025
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