2026-03-12 10:06:00 Automobile

Preisbremse: Uniti warnt vor überzogenen Erwartungen

Carzoom.de
Fotos: Autoren-Union Mobilität/Aral

Die Bundesregierung denkt darüber nach, den Tankstellenbetreibern nur noch eine Erhöhung der Kraftstoffpreise pro Tag zu erlauben. Preissenkungen hingegen sollen weiterhin jederzeit möglich sein. Grund für den Plan ist die massive Verteuerung des Sprits durch den Krieg am Persischen Golf. Vorbild ist das Nachbarland Österreich, wo diese Regelung grundsätzlich bereits seit rund 15 Jahren gilt.

Uniti, der Bundesverband Mittelstand Energie (vormals Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen), kritisiert das Vorhaben als staatlichen Eingriff in den freien Wettbewerb und als Einflussnahme auf betriebswirtschaftliche Erwägungen. Es bestehe zudem „das Risiko, dass die Koalition mit ihrem staatlichen Eingriff in den Markt Erwartungen bei den Verbrauchern und Unternehmen weckt, die sie nicht halten kann“, so Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn.

Eine Reihe von Experten ist ebenfalls skeptisch. Es bestehe die Gefahr, dass der Tageshöchstpreis höher festgelegt werde als nötig, um spätere Schwankungen und Preissenkungen im Voraus abzusichern. Dass in Deutschland die Kraftstoffpreise durch den Krieg und die Rohölverteuerung deutlich stärker gestiegen sind als in anderen Ländern der EU, begründen Fachleute mit der hierzulande höheren Machtkonzentration der Mineralölkonzerne und dem entsprechend geringeren Wettbewerb. (aum)

Veröffentlicht am 12.03.2026

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