2023-08-04 09:16:00 Automobile

Ratgeber: Mit Erstklässlern den Schulweg üben

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Fotos: Autoren-Union Mobilität/HUK-Coburg

In Nordrhein-Westfalen beginnt ab nächster Woche wieder der Schulunterricht. Die anderen Bundesländer folgen bis Mitte September, mit Baden-Württemberg und Bayern zum Schluss. Für Erstklässler beginnt dann ein neuer Lebensabschnitt. Eltern sollten mit ihnen auf jeden Fall einen möglichst sicheren Schulweg üben. Und alle anderen Verkehrsteilnehmer sollten besonders achtsam und rücksichtsvoll sein.

Kinder haben eine andere Wahrnehmung ihrer Umgebung als Erwachsene, wie der Automobilclub von Deutschland noch einmal betont. Sie lassen sich schneller ablenken und sind kaum in der Lage Gefahren, auch wegen der geringen Körpergröße, vorausschauend zu begegnen. Dazu kommt, dass Erfahrungen im Straßenverkehr nicht vorhanden sind. Zwar sind die Unfallzahlen von Kindern im Straßenverkehr relativ niedrig, die Verletzungen dafür aber häufig umso schwerwiegender.

Der AvD empfiehlt Eltern wie auch anderen Bezugspersonen, in den ersten Monaten die Kinder auf dem Schulweg zu begleiten und rät grundsätzlich, den Weg zur Grundschule (auch später ohne Begleitung) möglichst zu Fuß zurückzulegen. Schon vor dem ersten Schultag sollte die Strecke mit den Kindern abgegangen werden, um sie auf Gefahrenstellen an bestimmten Stellen hinzuweisen und mit ihnen darüber zu sprechen. Das Überqueren von Straßen und Kreuzungen sollte dabei ein Schwerpunkt sein. Nach einer Eingewöhnungszeit können Eltern überlegen, ob gemeinsame Schülergruppen gebildet werden können.

Wichtig für Eltern ist, sich ausreichend Zeit zu nehmen. Hektik verhindert den Lernerfolg. Eingeübt werden sollte nicht immer der direkteste Weg, sondern der sicherste. Stark befahrene Hauptstraßen lassen sich vielleicht auch durch Nebenstraßen umgehen. Und es ist immer daran zu denken, dass sechs- oder siebenjährige Erstklässler meist nicht über parkende Autos oder andere Hindernisse hinwegsehen und auch nicht gesehen werden können.

Wer sein Kind allein mit dem Fahrrad zur Schule schicken möchte, sollte bedenken, dass erst im Alter von rund neun Jahren die motorischen Fähigkeiten für das Radfahren voll ausgeprägt sind. Das bedeutet, nicht vor dem vierten oder fünften Schuljahr. Daher rät der AvD dringend vorher zu einer Radfahrausbildung mit bestandenem Fahrradführerschein.

Gemäß der Straßenverkehrsordnung müssen Kinder bis zum achten Lebensjahr mit dem Rad den Gehweg nutzen. Eltern dürfen dann auf dem Gehweg mitradeln. Bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr darf ein Kind noch auf dem Gehweg fahren, begleitende Erwachsene müssen dann aber die Straße besitzen, sofern kein Fahrradweg vorhanden ist. Auf jeden Fall sollte das Kind einen Fahrradhelm tragen – und die Erwachsenen ebenfalls als Vorbild mit gutem Beispiel vorangehen. Zusätzlich ist auf helle Kleidung zu achten, und das Fahrrad sollte mit zusätzlichen Reflektoren ausgestattet sein, denn schließlich folgt auf den Schulbeginn schon bald der Herbst. (aum)

Veröffentlicht am 04.08.2023

UnternehmenAvDSicherheit & VerkehrRatgeberSchulweg


 
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2025-08-14 13:36:00 Automobile

Ratgeber: Mit Erstklässlern den Schulweg üben

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/DVR

In den ersten Bundesländern sind die Sommerferien zu Ende und beginnt auch für viele Erstklässler die Schule. Gerade sie sind im Straßenverkehr besonders gefährdet, da ihnen sowohl die Übung als auch aufgrund der Entwicklung die Fähigkeit, auf unerwartete Situationen angemessen reagieren zu können. Erwachsene Verkehrsteilnehmer sind deshalb aufgefordert, in der Nähe von Schulen sowie den Wegen dorthin besonders achtsam zu sein, betont der Automobilclub von Deutschland (AvD).

Eltern und andere Bezugspersonen sollten in den ersten Wochen ihre Kinder immer begleiten und sie nicht allein zur Schule schicken. Die Wege müssen geübt werden. Das kann gerne schon vor dem ersten Schultag sein. Die Einschulung ist für viele Grundschüler der erste Moment einer aktiven Teilnahme am Straßenverkehr. Wie man Straßen und Kreuzungen überquert, ist ebenso zu zeigen und zu trainieren wie Gefahrstellen und sonstige Besonderheiten der Route.

Eltern sollten ausreichend Zeit für die Strecken einplanen. Der sicherste Weg muss nicht unbedingt der kürzeste sein. So sollten möglichst Ampeln für Straßenüberquerungen genutzt und unübersichtliche Kreuzungen gemieden werden. Hilfreich kann es auch sein, sich als „Großer“ den Weg vom Kind erklären zu lassen. Und in der ersten Zeit, in der die Kinder bereits alleine unterwegs sind, kann es noch hin und wieder sinnvoll sein, das Verhalten aus der Ferne zu beobachten.

Nach der Eingewöhnungszeit kann in Absprache mit der Schule ein gemeinsamer Gang von Schülergruppen zum Unterricht erwogen werden. Dafür haben sich die Begriffe „Laufbus“, „Pedibus“, „Walkingbus“ oder „Schulbus auf Füßen“ herausgebildet. Eine Gruppe von Grundschulkindern wird dabei entlang einer festgelegten Route von einem Erwachsenen begleitet. Neben der Zielsetzung, die Kinder sicher und eigenständig zur Schule zu geleiten, soll so auch die zunehmende Zahl an „Elterntaxis“ reduziert werden.

Der AvD erinnert daran, dass der Schulweg mit dem Fahrrad erst ab einem Alter von neun Jahren und älter sicher bewältigt werden kann. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) empfiehlt, Kinder erst nach einer erfolgreich abgeschlossenen Radfahrprüfung in der dritten oder vierten Klasse allein zur Schule fahren zu lassen. Die Mehrfachanforderungen an einen Radfahrer im Straßenverkehr durch Handzeichen geben, den rückwärtigen Verkehr beobachten und situative Einschätzungen sind erst dann gut zu bewältigen.

Kinder bis zum achten Lebensjahr müssen mit dem Rad auf dem Gehweg fahren. Das schreibt die Straßenverkehrsordnung (StVO) vor. Ein Elternteil darf in diesem Fall ebenfalls auf dem Bürgersteig fahren. Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen noch auf dem Gehweg das Rad benutzen. Begleitende Erwachsene müssen dann aber mit ihrem Fahrrad auf der Straße bleiben.

Der AvD empfiehlt Kindern und Eltern immer, einen Fahrradhelm aufzusetzen, auch wenn das Tragen rechtlich nicht vorgeschrieben ist. Neben der Vorbildfunktion steht der Sicherheitsgewinn im Vordergrund. Natürlich sollte jedes Rad mit Beleuchtung, funktionierenden Bremsen und zusätzlichen Reflektoren versehen sein. Helle Kleidung ist auch wegen des nahenden Herbstes beim Fahren ebenfalls empfehlenswert. Das gilt natürlich auch für andere Kinder auf dem Schulweg. (aum)

Veröffentlicht am 14.08.2025

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