Ratgeber: Rechtzeitig auf die Urlaubsfahrt vorbereiten
Zu den wichtigsten Punkten gehören die Kontrolle von Motoröl, Kühlmittelstand und Scheibenwaschanlage. Auch die Funktion der Beleuchtung sowie der Zustand der Scheibenwischer sollten geprüft werden. Besonderes Augenmerk verdienen die Reifen. Der Luftdruck sollte an die Beladung angepasst werden, denn ein vollgepacktes Fahrzeug stellt höhere Anforderungen an Fahrwerk und Bereifung. Zudem empfiehlt sich ein Blick auf die Profiltiefe. Zwar schreibt der Gesetzgeber in Deutschland mindestens 1,6 Millimeter vor, der AvD empfiehlt hier jedoch deutlich mehr Profil, insbesondere bei längeren Fahrten und möglichen Sommergewittern. Experten raten zu mindestens vier Millimetern Profiltiefe. Die einfachste Messmethode ist eine 2-Euro-Münze: Wenn der äußere, silberne Rand vollständig verschwindet, ist das Reifenprofil noch tiefer als vier Millimeter. Wer jedoch feststellt, dass die Reifen ihre Leistungsgrenze erreicht haben, sollte vor Reisebeginn sicherheitshalber noch einen Wechsel vornehmen lassen, rät der Automobilclub.
Vor allem bei Fahrten ins Ausland lohnt sich eine gute Vorbereitung. Viele europäische Länder haben eigene Verkehrsregeln, Tempolimits oder Mitführpflichten. In Frankreich kann beispielsweise die fällige Maut neuerdings auch online bezahlt werden. In Österreich sind Ein- bzw. Zehn-Tages-Vignetten digital erhältlich, längerfristige Zeiträume müssen noch als Klebevignette angebracht werden. Auch in Kroatien wird das Mautsystem schrittweise umgestellt. Streckenabhängig kann die Gebühr jedoch weiterhin an klassischen Stationen entlang der Autobahn bezahlt werden. Eine komplette, elektronische Erfassung ist erst für das kommende Jahr geplant. Wer sich vorab informiert, vermeidet unnötige Bußgelder und reist entspannter.
Ein weiterer Aspekt ist die Kraftstoffplanung. Laut Daten der Europäischen Kommission unterscheiden sich die Spritpreise innerhalb Europas teilweise erheblich. Besonders aber an Autobahntankstellen fallen bekanntermaßen meist deutlich höhere Kosten an als im regionalen Umfeld. Deshalb lohnt sich vor der Abfahrt ein Blick auf die aktuellen Kraftstoffpreise entlang der Reiseroute. Ein Beispiel: Mitte Juni lag in Deutschland der durchschnittliche Literpreis für Super bei 1,91 Euro und für Diesel bei 1,74 Euro, in Dänemark waren es 2,39 Euro für Super und 2,10 Euro für Diesel. Polen hingegen war mit 1,41 Euro (Super) sowie 1,47 Euro (Diesel) deutlich günstiger. Je nach Reiseziel kann es also sinnvoll sein, noch vor der Grenze vollzutanken oder bewusst erst im Reiseland eine Tankpause einzuplanen. Das schont die Urlaubskasse.
Und wer länger unterwegs ist, der sollte regelmäßig Rast machen. Das gilt insbesondere, wenn Kinder mit dabei sind. (aum)
Veröffentlicht am 23.06.2026

