2020-08-11 10:21:00 Automobile

Ratgeber: Sicher zur Schule

Während in Bayern und Baden-Württemberg die Sommerferien erst begonnen haben, beginnt in vielen Bundesländern bereits wieder die Schule. Zum Schulstart appelliert der Auto Club Europa (ACE) an die Eltern, den Weg mit ihren Kindern rechtzeitig einzuüben. Zur Vermeidung von Gefahren und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sollte gemeinsam ein sicherer, kindgerechter Weg festgelegt und mehrmals abgelaufen werden. Dabei ist der kürzeste Weg nicht zwangsläufig der beste: Schwierige, stark befahrene Straßen und Kreuzungen sowie unübersichtliche Abschnitte sollten umgangen werden.

Helfen kann es auch, den Schulweg mit vertauschten Rollen zu üben und das Kind die Eltern sicher zur Schule führen zu lassen, hat der deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) einen Tipp parat. Kinder kennen zunächst keine Verkehrsregeln. Wichtig ist es daher, dass sie zumindest lernen, vor dem Überqueren einer Straße zunächst nach links, dann nach recht und noch einmal nach links zu schauen. Das gilt auch, wenn die Straße an einer Ampel oder über einen Zebrastreifen überquert wird.

Wenn das Kind den Weg zur Schule alleine schon gut bewältigt, sollte man das als Elternteil dennoch regelmäßig in zeitlichen Abständen verdeckt kontrollieren, rät der DVR. Hält sich das Kind an die Vorgaben und wählt den festgelegten Weg? Wenn nicht, sollten Eltern ihr Kind behutsam an die Vorgaben erinnern und erklären, welche Gefahr droht, wenn es sich nicht an die Vereinbarung hält.

Werden für den Weg zur Schule öffentliche Verkehrsmittel genutzt, sollten jüngere Kinder dabei ebenfalls erst einmal begleitet werden. Der ACE empfiehlt, auch einen alternativen Weg einzuüben, falls einmal etwas schiefgeht, eine Haltestelle verpasst wird oder ein Bus ausfällt. Auch sollten die Abfahrtszeiten der Verkehrsmittel mit dem Schulkind besprochen werden. Das verringert die Gefahr, dass Kinder aus Angst, den Bus zu verpassen, unüberlegt die Straße überqueren. Eltern dürfen bei alldem nicht vergessen, dass ihre Kinder noch nicht über ein ausgeprägtes Gefahrenbewusstsein verfügen und zum Beispiell auch Geräusche nicht immer richtig einordnen können. Aufgrund ihrer Größe können Grundschüler zum Beispiel auch nicht alles erblicken, was Erwachsene im Straßenverkehr sehen.

Und natürlich sollten auch Autofahrer jetzt wieder in der Nähe von Schulen und Kindergärten besonders umsichtig und vorsichtig fahren. (ampnet/jri)

Veröffentlicht am 11.08.2020

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/GTÜ
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