Renault Megane E-Tech: Mehr Batterie und Konnektivität
Die visuelle Überarbeitung zeigt sich – wie üblich – am deutlichsten an der Front. Während die schlanken Scheinwerfer erhalten bleiben, weicht das bisher geschwungene Tagfahrlicht einer prägnanteren Lösung mit acht rautenförmigen LED-Elementen pro Seite. Diese sitzen tief im neu gestalteten Stoßfänger. Auch das Heck wurde überarbeitet: Modifizierte Stoßfänger und eine markantere Lichtsignatur lassen den Megane insgesamt nun breiter und satter auf der Straße wirken.
Neue Batterie mit höherem Energiegehalt
Im Mittelpunkt des Facelifts aber steht die neue Technik. Künftig setzt Renault auf eine LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat), die ohne Kobalt und Nickel auskommt. Sie gilt als langlebiger und kostengünstiger. In Kombination mit der Cell-to-Pack-Architektur (C2P), bei der 232 Zellen besonders kompakt integriert sind, steigt der Anteil nutzbarer Batteriemasse deutlich.
Das Ergebnis ist mehr Energie im gleichen Bauraum: Die Kapazität wächst von 60 auf 67 kWh und die WLTP-Reichweite steigt von 470 auf bis zu 500 Kilometer. Parallel dazu erhöht Renault die Schnellladeleistung von 130 auf 165 kW. Unter optimalen Bedingungen dauert der Ladevorgang von 15 auf 80 Prozent nun nur noch 24 statt bisher 32 Minuten. Am Antrieb ändert sich hingegen nichts: Der Elektromotor mit 160 kW (218 PS) treibt weiterhin die Vorderachse an.
Mehr Konnektivität
Auch die Konnektivität wurde überarbeitet. So erhält das Infotainmentsystem auf Google-Basis mit Google Gemini einen neuen Sprachassistenten, der Anfragen kontextbezogener und flüssiger beantworten soll als der vorher verwendete Google Assist.
Die bisherige Smartphone-App „My Renault“ wird Ende des Jahres durch „my rnlt“ ersetzt. Die neue App dient als zentrale Schnittstelle zwischen Fahrzeug, Fahrer und Hersteller, bündelt alle Funktionen in einer klar strukturierten Oberfläche und synchronisiert Daten in Echtzeit. Die Einführung erfolgt schrittweise in Europa, weitere Funktionen sollen folgen.
Aufgrund der gesetzlichen Vorschriften erweitert Renault auch den Funktionsumfang der Fahrerüberwachung. So kontrolliert jetzt auch im Megane eine Kamera in der linken A-Säule die Aufmerksamkeit des Fahrers und ermöglicht eine Fahrererkennung per Gesichtsscan. Darüber hinaus können die Besitzer im Megane ein Profil anlegen, so dass beim Einsteigen persönliche Einstellungen wie Sitzposition, Medien oder Infotainment automatisch den individuellen Wünschen entsprechen. Laut Renault verbleiben die Daten im Fahrzeug und werden nicht extern gespeichert.
Nur noch zwei Ausstattungslinien
Im Zuge der Modellpflege strafft Renault auch das Angebot. Die bisherige Topversion Iconic entfällt, übrig bleiben die komfortbetonte Linie Techno und die sportlich angehauchte Variante Esprit Alpine. Bereits die Techno-Version bietet serienmäßig unter anderem ein stoffbezogenes Cockpit und 19-Zoll-Aluräder. Der Esprit Alpine bietet dagegen neue serienmäßige Features wie etwa eine 360-Grad-Kamera, einen erweiterten Fahrassistenten und ein Harman-Kardon-Soundsystem.
Die Preise für den modellgepflegten Megane E-Tech will Renault im Juli bekannt geben, die Markteinführung ist für Oktober geplant. Bislang startete der Megane E-Tech bei knapp 41.000 Euro. Größere Preissprünge sind trotz der aller Verbesserungen nicht zu erwarten. Der vollelektrische Megane soll auch nach dem Facelift nicht viel teurer werden. (aum)
Veröffentlicht am 22.06.2026
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