2026-08-21 14:04:00 Automobile

Retter unter Hochspannung: Training für den Ernstfall

Carzoom.de
Fotos: Mazda via Autoren-Union Mobilität

Wenn bei einem schweren Autounfall die Schere ansetzt, muss jeder Handgriff sitzen. Die Rettungskräfte müssen nicht nur Karosserien öffnen, sondern auch die Technik dahinter verstehen. Mazda Motors Deutschland hat der Feuerwehr Eschweiler deshalb fünf Vorserienfahrzeuge des CX-60 e-Skyactiv PHEV übergeben. Die Plug-in-Hybride dienen fortan als Trainingsobjekte für Einsätze an modernen Fahrzeugen mit Hochvolt-Komponenten.

Die Zeiten, in denen sich Einsatzkräfte bei einem verunfallten Auto allein mit Stahl, Glas und Airbags auseinandersetzen mussten, sind vorbei. Mit der wachsenden Zahl elektrifizierter Fahrzeuge steigt auch die Komplexität bei der technischen Rettung. Hochvolt-Batterien, orangefarbene Leitungen, leistungsfähige Bordnetze und besonders steife Karosseriestrukturen verlangen ein präzises Vorgehen und vor allem Routine.

Genau diese Routine soll nun bei der Feuerwehr Eschweiler weiter vertieft werden. Im Rahmen einer Rettungsübung demonstrierten die Einsatzkräfte die Befreiung einer eingeklemmten Person mit hydraulischem Rettungsgerät. Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur die richtige Schnitttechnik an der Karosserie, sondern ebenso der sichere Umgang mit den elektrischen Komponenten des Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV.

Mazda Motors Deutschland stellt der Feuerwehr fünf Vorserienfahrzeuge kostenlos zur Verfügung. Anders als theoretische Unterweisungen oder Übungen an bereits stark vereinfachten Fahrzeugmodellen ermöglichen die SUV den Einsatzkräften, reale Einbausituationen kennenzulernen: Wo verlaufen Leitungen? Welche Bereiche müssen beim Schneiden gemieden werden? Und wie lässt sich ein Plug-in-Hybrid nach einem Unfall fachgerecht absichern?

„Im Fall der Fälle zählt jede Sekunde, um Menschenleben nach Verkehrsunfällen zu retten“, sagt Bernhard Kaplan, Geschäftsführer von Mazda Motors Deutschland. Moderne Automobile mit stabilen Karosserieelementen und zahlreichen elektrischen Komponenten seien bei der Bergung nach schweren Unfällen eine besondere Herausforderung. Umso wichtiger sei es, das Know-how der Feuerwehren gezielt zu unterstützen.

Auch bei der Feuerwehr Eschweiler wird die Fahrzeugspende als besonderer Gewinn für den Ausbildungsbetrieb gesehen. „Wir freuen uns sehr, die erlernten Fähigkeiten mit ‚richtigen‘ Fahrzeugen trainieren zu können. Das ist eine außergewöhnliche Erfahrung“, erklärt Marc Schmitz, stellvertretender Leiter der Feuer- und Rettungswache Eschweiler.

Der Mazda CX-60 e-Skyactiv PHEV steht beispielhaft für den Wandel auf Deutschlands Straßen. Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid- oder vollelektrischem Antrieb gehören längst zum Alltagsbild – und damit auch zu den Szenarien, auf die Feuerwehren vorbereitet sein müssen. Für die Retter bedeutet das: Neben klassischer Unfallrettung rücken das Erkennen und Sichern von Hochvoltsystemen immer stärker in den Mittelpunkt.

Mazda setzt die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften bereits zum zweiten Mal fort. Schon im vergangenen Jahr hatte der Importeur mehrere CX-60-Vorserienfahrzeuge an die Feuerwehr Leverkusen übergeben. In Eschweiler sollen die fünf SUV nun dazu beitragen, dass die Feuerwehr im Ernstfall nicht erst lernen muss, wie moderne Antriebstechnik funktioniert – sondern handeln kann. (aum)

Veröffentlicht am 21.08.2026

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