2021-11-25 14:31:00 Automobile

VDA: Deutschland soll europäischer E-Fuel-Pionier werden

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/VDA

„Die Mega-Aufgabe dieser neuen Regierung lautet Infrastruktur“, stellt Hildegard Müller, die Präsidentin des Verbands der Automobilhersteller (VDA), in Ihrer ersten Stellungnahme zum Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und der FDP fest. „Die neue Regierungskoalition hat ein ambitioniertes Programm für die Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft und Gesellschaft vorgelegt. Diese Aufgabe muss gelingen, und dazu ist es wichtig, dass die Industrie in Deutschland weiterhin international wettbewerbsfähig bleibt.“

Die neue Bundesregierung will bis 2030 bis zu 15 Mio. vollelektrische Pkw auf den Straßen in Deutschland sehen. Dies bedeutete – so Müller –, dass bereits ab 2022 rechnerisch jedes zweite neu zugelassene Auto rein elektrisch fahren muss. „Damit dies gelingen kann, brauchen wir einen Turbo beim Ausbau der Ladeinfrastruktur: Mehr Ladepunkte im privaten Umfeld, im Handel, an den Tankstellen und auf den öffentlichen Straßen.“ Der Verband sieht die Notwendigkeit, Zulieferern bei der Transformation der Unternehmen zu fördern, damit Arbeitsplätze in Deutschland erhalten bleiben. Außerdem sollen der Ausbau der Wasserstoffwirtschaft und die Erhöhung des Ökostromanteils in Deutschland auf 80 Prozent schnell erfolgen.

Für die Aussagen zur Bedeutung der E-Fuels erwartet Müller konkretere Vorstellungen. „Nur mit E-Fuels können wir die Klimaziele erreichen, das gilt in Deutschland und vor allem weltweit.“ Deutschland brauche jetzt ehrgeizige Quoten für E-Fuels, auch um den Bestand an Fahrzeugen zu adressieren. „Deutschland muss bei E-Fuels zum europäischen Pionier werden“, fordert die VDA-Präsidentin.

Der VDA sieht außerdem die Notwendigkeit, rasch für die Produktion strategisch wichtiger Komponenten in Deutschland und Europa zu sorgen. Müller: „Wir müssen unabhängiger von Asien und anderen Regionen werden. Auch Rohstoffpartnerschaften – inklusive der Erzeugung erneuerbarer Energien – müssen ganz oben auf der Agenda der neuen Regierung stehen.“ (aum)

Veröffentlicht am 25.11.2021

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