2019-12-03 12:56:00 Automobile

Vorstellung Jaguar F-Type: Von wegen Facelift

Seit 2012 ist der Jaguar F-Type auf dem Markt, drei Jahre später erhielten das Coupé sowie das Cabrio eine erste Auffrischung unter anderem mit Allradantrieb. Nun war es wieder an der Zeit für ein Update. Wobei die Bezeichnung Update eher eine Untertreibung ist, denn für den Modelljahrgang 2020 legte Jaguar jetzt noch mal kräftig Hand an seinen Sportwagen.

Diesmal fielen die Überarbeitungen äußerst umfangreich aus. Vor allem die Frontpartie wurde völlig umgestaltet, die beim F-Type für einen völlig veränderten Auftritt sorgt. Die skulpturhaft geformte Motorhaube verläuft jetzt um einiges glattflächiger und anstelle der hochgezogenen Scheinwerfer blinzelt die Raubkatze jetzt durch schmale, waagerecht angeordnete Augen. Im Scheinwerfergehäuse befinden sich vier LED-Module, die mit der Stereo-Kamera in der Windschutzscheibe vernetzt sind. Jeder Lichtpunkt kann jetzt einzeln angesteuert werden. Dadurch soll bei Nachtfahrten eine gute Sicht herrschen und trotzdem der Gegenverkehr nicht geblendet werden. Hinzu kommt das für Jaguar typische LED-Tagfahrlicht in J-Signatur.

Insgesamt lässt die neue Wagenfront den F-Type dynamischer sowie eleganter erscheinen und fügt sich nahtlos in das aktuelle Jaguar-Familiengesicht ein. Mehr Familiennähe beweist er auch nun von hinten. Hier gingen die Jaguar-Stylisten jedoch wesentlich behutsamer vor. Die schlanken LED-Rückleuchten verlaufen im unteren Bereich nicht mehr rund, sondern tragen eine ähnlich zackige Signatur, wie das Elektro-SUV I-Pace. Die veränderte Formensprache soll eine schnell gefahrene Rennstreckenschikane zitieren. Ebenfalls neu sind die Stoßfänger vorne und hinten. Alle Maßnahmen lassen Jaguars Sportwagen im Großen und Ganzen gestreckter erscheinen, obwohl die Länge mit 4,47 Metern gleich geblieben ist.

Auch der Innenraum blieb beim F-Type zum Modelljahrgang 2020 nicht unberührt. Statt der bisherigen Rundinstrumente blickt der Fahrer jetzt auf ein 12,3 Zoll großes Display. Das nagelneue TFT-Kombiinstrument lässt sich mehrfach konfigurieren. So kann der zentral angeordnete Drehzahlmesser unter anderem gegen eine formatfüllende Kartenansicht getauscht werden. Aufgefrischt wurde zudem das 10 Zoll-Multimediasystem Touch Pro, welches nun Smartphones integriert und sich via Apple Carplay sowie Android Auto mit dem Fahrzeug vernetzt.

Mit edlen Materialien wie Windsor Leder präsentiert sich der F-Type außerdem noch gediegener als zuvor. Dabei bewies die Designabteilung der Briten viel Liebe zum Detail. Die Sitze und Türverkleidungen tragen hochwertig gestickte Monogramme, die Kopfstützen sind dagegen mit dem springenden Raubkatzen-Logo (Jaguar Leaper) oder R-Motiven verziert. Ebenso findet man im Innenraum dezente Hinweise auf die traditionsreiche Historie der Luxusmarke. Die Gurtbringer und der Druckknopf für das Handschuhfach weisen mit dem diskreten Schriftzug „Jaguar Est. 1935“ auf das Gründungsjahr des englischen Herstellers hin.

Weiterhin stehen drei Motoren zur Wahl. Die Basis bildet der Zwei-Liter-Turbobenziner mit 300 PS (221 kW) und Heckantrieb. Darüber rangiert der 450 PS (331 kW) starke Acht-Zylinder-Kompressor, der optional mit Allradantrieb angeboten wird. Für das Topmodell gab es hingegen eine Leistungssteigerung. Der Fünf-Liter-V8-Kompressor bringt es statt 550 nun auf 575 PS (423 kW) und verfügt über ein maximales Drehmoment von satten 700 Newtonmetern, welches zwischen 3500 und 5000 Umdrehungen pro Minute anliegt. Allradantrieb ist beim Jaguar F-Type P575 AWD immer Serie. Damit beschleunigt er innerhalb von nur 3,7 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 300 km/h. Die Kraftübertragung übernimmt, genauso wie bei den kleineren Motorisierungen, eine Acht-Gang-Automatik, die mit schnellen Schaltzeiten glänzen soll.

Zu den Preisen. Der Fahrspaß mit der britischen Raubkatze beginnt mit dem 300 PS starken Coupé bei 64 200 Euro, für das gleichstarke Cabrio müssen 71 200 Euro aufgewendet werden. Die neue Top-Variante P575 AWD mit dem 5,0 Liter-V8 startet bei 125 600 Euro, die offene Version kostet 6500 Euro mehr. Darüber hinaus offerieren die Briten zur Markteinführung im März 2020 den F-Type in einer limitierten First Edition. Hier ist unter anderem das Dach in schwarzer Kontrastfarbe lackiert, exklusive 20-Zoll-Leichtmetallfelgen und zwölffach verstellbare Performance Sitzen in Windsor Leder mit gestepptem Monogramm runden den Auftritt der Erstauflage ab. Die First Edition ist ab 78 300 Euro erhältlich. (ampnet/gb)

Veröffentlicht am 03.12.2019

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Fotos: Auto-Medienportal.Net/Jaguar
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