2026-06-18 15:01:00 Automobile

125 Jahre Motorsport bei Skoda (16): Namhafte Rallyefahrer pilotierten den Fabia WRC

Carzoom.de
Fotos: Skoda via Autoren-Union Mobilität

Nachdem der Octavia WRC den Weg geebnet hatte, begann 2003 die bis heute anhaltende Rallye-Karriere des Skoda Fabia. Vier Jahre nach dem Debüt des Kleinwagens wurde Anfang März 2003 auf dem genfer Automobilsalon der Skoda Fabia RS offiziell vorgestellt. Die Entwicklung des neuen Rallyeautos hatte die Motorsportabteilung zu Beginn des Jahres bei der Pressekonferenz zum Start der Rallye Monte Carlo 2003 bereits bestätigt.

Der Fabia WRC basierte auf dem Fabia RS mit einem 130 PS (96 kW) starken TDI-Motor. Für die Homologation des Rennwagens musste der tschechische Automobilhersteller zunächst 2500 Einheiten des Fabia RS bauen. Zu Homologationszwecken wurde auch eine modifizierte Frontstoßstange in den Serien-Fabia RS ein, wodurch die Gesamtlänge des Fahrzeugs wie vorgeschrieben über die Vier-Meter-Marke hinausging. Nach einer dreitägigen Prüfung durch die FIA in Mladá Boleslav wurde die Rallyeversion schließlich am 1. Juli 2003 für den Motorsport freigegeben. Aufgrund der damals geltenden Vorschriften wurde der WRC – anders als sein Serienpendant – von einem turbogeladenen, wassergekühlten Vier-Zylinder-Benzinmotor mit zwei Litern Hubraum angetrieben. Seine Leistung betrug 300 PS (221 kW) bei einem maximalen Drehmoment von 600 Newtonmetern. Die Kraftübertragung auf alle vier Räder erfolgte über ein sequentielles Sechs-Gang-Getriebe und drei aktive Differentiale.

Der Fabia WRC feierte sein Debüt in der Weltmeisterschaft bei der Deutschland-Rallye 2003, kurz darauf folgte die anspruchsvolle Rallye Finnland. Anfänglich führten einige Probleme mit dem Fahrzeug sowie Pech auf mehreren Wertungsprüfungen zu einem enttäuschenden Einstand des Fabia. Gegen Ende seiner Debütsaison feierte das Fahrzeug jedoch eine Reihe bedeutender Erfolge. Zu den Fahrern gehörten Didier Auriol, Toni Gardemeister, Armin Schwarz, Jani Paasonen, Roman Kresta und Colin McRae. Die schottische Rallye-Legende hatte bei der Rallye Australien 2005 den zweiten Platz im Visier, bevor er ohne eigenes Verschulden disqualifiziert wurde.

Anfang November 2005 gab Skoda dann bekannt, nicht mehr in der WRC anzutreten. Das Werksteam wurde daraufhin durch zwei Privatteams ersetzt, die weiterhin Unterstützung von der Marke erhielten und entsprechend mit Fahrzeugen ausgestattet wurden. Beim vierten Lauf der Serie erzielte der junge Jan Kopecký das beste Ergebnis für den Skoda in der Weltmeisterschaft: Er belegte bei der Rallye Katalonien einen fünften Platz.

Im Laufe der Saison sammelte Kopecký Erfahrung in insgesamt zehn WRC-Runden, die er in den folgenden Saisons am Steuer anderer Rallyeautos der Marke gewinnbringend einsetzte. 2006 erzielte er dreimal die schnellste Zeit auf einer Wertungsprüfung der Weltmeisterschaft und trug dazu bei, den Bekanntheitsgrad des Fabia WRC international zu steigern. Auch Formel-1- und Rallyepilot Robert Kubica fuhr das Auto bei zahlreichen Testfahrten. Der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz lieh sich den Fabia WRC für die letzte Runde der spanischen Meisterschaft aus und ließ die Konkurrenz weit hinter sich.

Insgesamt wurden 24 Exemplare des Skoda Fabia WRC produziert. Seine Karriere endete mit der Einführung der zweiten Fabia-Generation. (aum)

Veröffentlicht am 18.06.2026

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