Fords Plug-in-Hybridtransporter rollen an
Die Vorderräder werden ausschließlich von einem Elektromotor angetrieben. Dieser mobilisiert eine Leistung von 92,9 kW und bezieht seine Energie aus einer flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 13,6 kWh. Der 1,0 Liter große Benzinmotor dient dabei als Range Extender.
Der Akku des Transit Custom PHEV hat eine Anschlussmöglichkeit im vorderen Stoßfänger.
An einer Haushaltssteckdose mit 230 Volt Spannung und einer Stromstärke von zehn Ampere kann die Batterie innerhalb von 4,3 Stunden vollständig aufgeladen werden. Mit einem handelsüblichen Typ-2-Ladestecker für Wechselstrom (AC) verkürzt sich diese Zeitspanne auf 2,7 Stunden. Zudem gewinnt der Transit Custom PHEV beim Bremsen mittels Rekuperation Energie zurück.
Der Fahrer kann den Grad der Energierückgewinnung und der Bremsunterstützung des regenerativen Ladesystems beeinflussen. Hierzu wechselt er am Schalthebel zwischen dem "Drive-" und dem "Low"-Modus. Im "Low"-Programm rekuperiert das System stärker, sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt. Um nachfolgende Verkehrsteilnehmer auf die stärkere Verzögerungsleistung hinzuweisen, aktiviert das Fahrzeug automatisch die Bremsleuchten.
Darüber hinaus stehen vier unterschiedliche EV-Fahrprogramme (EV = Electric Vehicle) zur Wahl. Sie entscheiden darüber, wie und wann die verfügbare Akku-Ladung genutzt wird: "EV Auto" (Standardmodus) wechselt je nach Fahrsituation automatisch zwischen rein elektrischem Modus und der Nutzung des Range Extenders, "EV Jetzt" priorisiert das Fahren im elektrischen Modus, "EV Später" priorisiert das Fahren mit aktiviertem Range Extender und nutzt regeneratives Laden, "EV Aufladen" nutzt den Range Extender, um das Fahrzeug anzutreiben und den Akku bis zu rund 75 Prozent aufzuladen.
Der Transit Custom PHEV bietet eine großzügige Netto-Nutzlast von rund 1100 Kilogramm; das Laderaum-Volumen ist mit sechs Kubikmetern genauso üppig wie bei den Versionen mit konventionellem Antrieb. Ford gibt auf die Batterie eine Garantie von acht Jahren / 160 000 Kilometer.
Ford bietet den Transit Custom Plug-in-Hybrid als Kastenwagen und als Kombi jeweils in der Version mit kurzem L1-Radstand (2933 Millimeter) und flachem H1-Dach an. Der Kastenwagen steht in Deutschland in den Ausstattungslinien "Basis" und "Trend" sowie in der exklusiven "Limited"-Ausführung zur Wahl, der Kombi in der Ausstattungslinie "Trend".
Eine Klimaanlage für die Kabine sowie eine beheizbare Windschutzscheibe sind ab Werk an Bord. Auch das sprachsteuerbare Entertainment- und Kommunikationssystem Ford Sync 3 steht zur Verfügung. Zu den Assistenzsystemen des Transit Custom PHEV zählen unter anderem der Einpark-Assistent und der Fahrspur-Assistent. Beide profitieren von der elektromechanischen EPAS-Servolenkung (Electric Power Assisted Steering), die zur Serienausstattung zählt.
Serienmäßig ist das Fordpass Connect-Modem an Bord. Es gewährt Firmenkunden den Zugang zu Fuhrpark-Managementsystemen wie Ford Telematics und Ford Data Service. Diese feiern noch in diesem Jahr ihr Marktdebüt. Bereits im Apple App-Store sowie auf Google Play erhältlich ist die App "Fordpass Pro". Voraussichtlich ab dem Frühjahr 2020 kann mithilfe dieser App auch der Batterie-Ladezustand für bis zu fünf elektrifizierte Ford-Fahrzeuge gecheckt werden.
Ab dem Frühjahr sorgt ein sogenanntes Geofencing-Modul dafür, dass der PHEV-Transporter in Umweltzonen und in individuell definierbaren Bereichen automatisch in den "EV Jetzt"-Modus wechselt, also auf reinen Elektroantrieb umschaltet. Diese Funktion wird über eine App gesteuert und zeichnet verschlüsselt Daten auf, die den Einsatz des Elektroantriebs zweifelsfrei bestätigen.
Mit dem neuen Tourneo Custom Plug-in-Hybrid präsentiert Ford darüber hinaus eine weitere Modellneuheit. Ab 71 900 Euro bekommt der Kunde acht Sitzplätze und den gleichen Hybrid-Antriebsstrang. Er steht in Deutschland exklusiv in der hochwertigen Ausstattungsvariante "Titanium" zur Verfügung.
In London legten Kunden mit einer Flotte von insgesamt 20 Transit Custom Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen mehr als 250 000 Kilometer unter realen Alltagsbedingungen zurück. 75 Prozent der Distanzen, die die Testfahrzeuge in der City von London zurückgelegt haben, sowie 49 Prozent der Strecken im erweiterten Londoner Großraum fuhren die Plug-in-Modelle rein elektrisch. Ähnliche Feldversuche laufen derzeit in Köln und im spanischen Valencia.
Die Ford-Energiepartner werden ihre Services auch Ford-Händlerbetrieben in Europa zugänglich machen. Die Wallbox-Lösung von Ford zeichnet sich durch eine mindestens 50 Prozent höhere Ladeleistung aus als herkömmliche Haushalts-Steckdosen. Zugleich stellt Ford eine neue Smartphone- und Tablet-App vor, die Fahrern und Nutzern von Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen der Marke die Suche nach einer geeigneten Strom-Tankstelle sowie die Bezahlung an dieser Ladestation erleichtern soll. (ampnet/deg)
Veröffentlicht am 27.09.2019
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