„Held der Straße“: Busfahrer hilft angefahrener Fußgängerin
Der Busfahrer war am Juni im Linieneinsatz unterwegs, als er unmittelbarer Zeuge eines Verkehrsunfalls wurde. Als der 31-Jährige den Blinker setzte, um eine Haltestelle anzusteuern, bemerkte er im Rückspiegel einen überholenden Pkw. Aus dem Augenwinkel sah Scherief zudem rechts vorne eine Fußgängerin, die während ihrer Grünphase die Straße überquerte. Um auf die drohende Situation aufmerksam zu machen, hupte er. Doch das Auto erfasste die Frau und verletzte sie schwer. Evan Scherief stoppte seinen Bus, verständigte die Rettungskräfte und lief zu der Schwerverletzten. Sie blutete am Kopf. Der Ersthelfer sprach sie an und redete mit ihr, um sie zu beruhigen. Da die Frau bei Bewusstsein war, lief er zurück zum Bus, um die Ausrüstung für die Erstversorgung zu holen. Er versorgte die Wunde provisorisch und hielt Kontakt zu der stabil wirkenden Frau, bis nach kurzer Zeit der Rettungsdienst eintraf.
Der Verletzten geht es heute wieder gut. Für Evan Scherief hatte der Unfall allerings folgen. Er sah sich danach nicht mehr in der Lage, Bus zu fahren. „Ich konnte die erste Woche nach dem Unfall nicht mehr schlafen“, berichtet er. Traumatisierend empfand der Busfahrer nicht nur den Umstand, Zeuge und Helfer des blutigen Verkehrsunfalls geworden zu sein. „Ich war irgendwann umringt von Menschen, die mir dabei zusahen, wie ich mit der schwerverletzten Frau sprach. Es dauerte, bis jemand mithalf. Und da waren die Fahrgäste, die mich zum Weiterfahren aufforderten, um sich nicht zu verspäten“, erinnert sich Evan Scherief. Der ehemalige Busfahrer betreibt jetzt einen Kiosk.
Goodyear und der AvD suchen jeden Monat couragierte Ersthelfer wie Evan Scherief. Unterstützt wird die Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums von der Zeitschrift „Trucker“. (aum)
Veröffentlicht am 20.12.2021
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