2026-07-28 08:56:00 Automobile

Mehr Yacht an Bord bei den Reisemobilen von Hobby

Carzoom.de
Fotos: Hobby via Autoren-Union Mobilität

Hobby hält auch in der kommenden Saison unbeirrt am Wohnwagen-Portfolio fest, ändert nur das Küchendesign und den Bugbereich. Bei den Reisemobilen kommen zwei ungewöhnliche T-Grundrisse dazu.

34 Caravan-Modelle in sieben Baureihen, die norddeutsche Marke Hobby setzt weiterhin auf Vielfalt und verspricht, dass jeder Campingfan hier einen passenden Grundriss findet. Kenntlich macht den neuen Jahrgang ein aufgefrischtes Außendesign, innen bekommt die Küche eine schlankere Arbeitsplatte für ein luftigeres Raumgefühl, begradigte Schubladenfronten betonen die klare Linienführung und verleihen dem Interieur der Wohnwagen eine aufgeräumte Optik.

Umfassender sind die Veränderungen bei den Reisemobilen. War der Prestige T 710 GE mit seinen zwei Einzelbetten im Heck bislang der Solist dieser Baureihe, gesellen sich zwei weitere Grundrisse mit einer Länge von rund 7,40 Metern dazu. Ihr besonderes Merkmal ist das sich über die gesamte Breite des Fahrzeugs streckende Heckbad. Im Prestige T 740 WE und im Prestige T 740 WF gibt es daher jede Menge Platz auf der Toilette, vor dem Waschtisch und auch in der separaten Duschkabine. Außerdem schränkt kein Radkasten den Fußraum ein.

Der Unterschied zwischen den beiden auf Fiat Ducato aufgebauten Teilintegrierten ist vor dem Bad zu finden. Im T 740 WE schlafen zwei Urlauber in zwei 200 mal 78 und 197 mal 78 Zentimeter großen Einzelbetten. Im T 740 WF baut Hobby stattdessen seitlich an dieser Stelle eine Liegefläche im Stil eines französischen Doppelbetts ein, das eine Fläche von 203 mal 105 bis 138 Zentimetern bietet. Auf die hilfreiche Heckgarage müssen beide Grundrisse jedoch verzichten, der Stauraum unter den Betten ist von oben oder durch Außenklappen erreichbar. Für Campingmöbel und andere Ausrüstung ist hier genug Platz, für den Fahrradtransport allerdings muss ein Heckträger montiert werden.

Die Innenräume aller drei T-Modelle bekommen eine neue Designlinie mit grifflosen Klappen der Hängeschränke, deren Verschlüsse optisch versteckt sind. Die gut isolierten Fußböden bekommen mit einer Beplankung im Yacht-Design eine maritime Note. Außerdem wurde die indirekte Beleuchtung neu abgestimmt.

Die Preisgestaltung mag zunächst verwundern, alle drei Versionen kosten mehr als 90.000 Euro, der bisherige Preis des T 710 GE wurde um 3000 auf 91.430 Euro erhöht. Für die neuen Grundrisse gilt ein Listenpreis von 92.190 Euro (T 740 WE) und 92.890 Euro (T 740 WF). Allerdings hat der Hersteller die Serienausstattung und die Motorisierung des Fiat Ducato deutlich aufgewertet.

Zur Grundausstattung gehört der kräftige Vierzylinderdiesel mit 180 PS (132 kW), der grundsätzlich mit der achtstufigen Automatikgetriebe kombiniert wird. Allein hierfür verlangen andere Marken bis zu 5000 Euro Aufpreis. Voll-LED-Scheinwerfer zählen außerdem zur Grundausstattung, darüber hinaus das Lounge-Paket, das Safety-Paket mit den üblichen Fahrassistenzsystemen, eine Anbaumarkise von Thule, das Dometic-Verdunkelungssystem im Fahrerhaus, der 133-Liter-Kühlschrank, Kaltschaummatratzen auf Lattenrosten und der sieben Zoll große Touchscreen für die zentrale Bedienung, die außerdem über die kostenlose Hobby-Connect-App erfolgen kann. Premiere feiern die beiden neuen Teilintegrierten auf dem Caravan-Salon in Düsseldorf Ende August.

Sein üppiges Raumangebot holt sich die Prestige-Baureihe unter anderem mit ihrer stattlichen Breite von 2,40 Metern, die bei engen Ortsdurchfahrten ein gutes Augenmaß erfordert. Auch beim Gewicht müssen die Kunden den Wermutstropfen schlucken, dass alle Versionen mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von 4,4 Tonnen zugelassen werden, was die Straßenmaut zum Beispiel in Österreich deutlich erhöht. (aum)

Veröffentlicht am 28.07.2026

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