VDA: Verabschiedet sich die EU von Technologieoffenheit?
Die Beschränkung der Technologien innerhalb eines so kurzen Zeitraums auf eine einzige Antriebsoption ist aus Sicht des Branchenverbandes „bedenklich“ und ignoriere zudem völlig die Interessen der Verbraucher.
Die Transformation ist eine gewaltige Aufgabe, der sich Hersteller und Zulieferer engagiert stellen. Die Autoindustrie sei bereits auf dem Weg zur klimaneutralen Mobilität. Allein in Deutschland investierten die Unternehmen bis 2025 rund 150 Milliarden Euro in die Transformation und leisteten damit „einen konstruktiven Beitrag zur Erreichung der Klimaziele“.
Die EU müsse nun die Rahmenbedingungen schaffen, damit diese Transformation gelingen könne. Müller mahnt nicht zuletzt eine Folgenabschätzung an, die die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der strengen Vorgaben mit einbezieht. Das Ifo-Institut hat im Auftrag des VDA errechnet, dass bis 2030 schon bei bisherigen Zielen der EU etwa 215.000 Arbeitsplätze betroffen sein könnten.
Zudem halte der Aufbau der Ladeinfrastruktur mit den ambitionierten CO2-Zielen nicht Schritt. „Schon um die bisherigen Ziele der Kommission zu erreichen, braucht es Ladepunkte in allen Regionen Europas. Dies ist nicht in Sicht. Genau diesen Teil des Deals will die Kommission allerdings nicht liefern“, so Hildegard Müller. Die Kommission sei hier gefordert, dafür zu sorgen, dass der Aufbau der Ladeinfrastruktur endlich in allen Mitgliedsstaaten ernst genommen wird. (ampnet/jri)
Veröffentlicht am 17.06.2021
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