ZDK: Mobilität darf nicht zur sozialen Frage werden
Der früh postulierte Zwang zum Verbrenner-Aus ab 2035 habe bislang erheblichen wirtschaftlichen Schaden angerichtet. „Die zwanghafte Fokussierung auf E-Mobilität“ funktioniere nicht so wie geplant, die Kunden warten ab oder entscheiden sich für Verbrenner. Auch deshalb sei ein technologieoffener Ansatz notwendig, um wettbewerbsfähig zu bleiben, heißt es „Die EU setzt als bisher weltweit einzige Organisation auf das Verbrenner-Aus. Damit droht mittelfristig der Ausschluss vieler Millionen Autofahrerinnen und Autofahrer von klimaneutraler individueller Mobilität.“ Gleichzeitig hinke der Ausbau der Ladeinfrastruktur weit hinter her.
Auch das Kfz-Gewerbe spricht sich die Berücksichtigung regenerativer Kraftstoffe für eine nachhaltige und bezahlbare Mobilität in Europa aus. Sie müssten außerdem auf die Flottengrenzwerte angerechnet werden können, deren Revision vorgezogen werden sollte. „Wenn die Klimaziele eingehalten werden sollen und die E-Mobilität nicht vorankommt, wird der CO2-Preis explodieren“, befürchtet Joswig. Er könne zum Jahr 2030 in Deutschland auf 300 Euro pro Tonne ansteigen. Das wären zusätzlich rund 70 bzw. 80 Cent pro Liter Benzin bzw. Diesel. Hierdurch würden Menschen, die sich noch nie in ihrem Leben einen Neuwagen leisten konnten, von der Automobilität schrittweise ausgegrenzt.
„Wir brauchen auch bezahlbare Elektrofahrzeuge und alternative Kraftstoffe, und zwar schnell. Das ist nicht nur eine Herausforderung für die Politik, sondern auch für die Hersteller und die Mineralölbranche. Unsere Kunden erwarten Lösungen – und zwar jetzt“, so der ZDK-Präsident abschließend. (aum)
Veröffentlicht am 30.01.2025
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