2025-09-23 16:31:00 Automobile

Autos sprechen mit Licht

Carzoom.de
Fotos: Opel via Autoren-Union Mobilität

Auf dem Internationalen Symposium für Automobilbeleuchtung (ISAL) in Darmstadt präsentieren Opel, Stellantis und die Technische Universität Darmstadt ein Konzeptfahrzeug, das die Rolle von Licht im Straßenverkehr neu definiert. Ein eigens ausgerüsteter Opel Grandland demonstriert, wie autonome Fahrzeuge künftig mithilfe von Beleuchtungssystemen mit Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern kommunizieren könnten. Die Idee: Licht soll nicht nur Sicht schaffen, sondern aktiv zur Verständigung im Straßenverkehr beitragen.

Das Projekt wurde unter Leitung von Philipp Röckl, Global Lead Lighting bei Stellantis, und Julisa Le, Lead Innovation Engineer, gemeinsam mit Opel-Entwicklern, Studierenden der TU Darmstadt und dem KI-Spezialisten JAAI umgesetzt. Ziel war es, Kommunikationsformen zu entwickeln, die einfach, eindeutig und intuitiv verstanden werden können. Der Opel Grandland dient dabei als rollendes Labor für Lichtsignaturen, Displays und KI-gestützte Szenarienerkennung.

Das Fahrzeug nutzt ein Kamerasystem zur Objekt- und Gestenerkennung, kombiniert mit künstlicher Intelligenz, die mögliche Bewegungen von Fußgängern voraussagt. Erkennen die Systeme eine Gefahrensituation, reagiert das Auto mit klaren visuellen Signalen. Während die Blinker im autonomen Fahrmodus dauerhaft cyanfarben leuchten, wechselt die Signaturbeleuchtung beim Erkennen eines Fußgängers auf Magenta. Parallel erscheint auf dem Frontdisplay ein Warnsignal, das den Fußgänger visuell auf das Fahrzeug hinweist. Gleichzeitig bremst der Grandland ab.

Sobald das Auto zum Stillstand kommt, signalisiert ein Wechsel auf Grün und die Darstellung einer bekannten Fußgängerfigur, dass das Überqueren der Straße sicher ist. Falls die KI die Situation nicht bewältigen kann, fordert das System den Fahrer gemäß gängiger ADAS-Protokolle auf, wieder die Kontrolle zu übernehmen.

Die Farbwahl sei bewusst auf Signale gesetzt worden, die nicht im klassischen Verkehrskontext vorkommen, erklärt Le. Rot sei zwar intuitiv, werde aber bereits für Rückleuchten und Ampeln genutzt. Cyan und Magenta hingegen böten klare Differenzierung und seien nach wissenschaftlicher Prüfung eindeutig wahrnehmbar.

Seit 2022 forschen Opel, Stellantis und die TU Darmstadt gemeinsam an innovativen Lichttechnologien. Stellantis unterstützt die Partnerschaft zusätzlich durch die Finanzierung mehrerer Doktorandenstellen, um die Entwicklung künftiger Systeme zu beschleunigen. (aum)

Veröffentlicht am 23.09.2025

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