Caravan-Salon 2026: VW campt modular und elektrisch
Während klassische Campingausbauten dauerhaft Gewicht und Stauraum beanspruchen, können die neuen Module innerhalb weniger Minuten auch von einer Person allein aufgebaut und ebenso schnell wieder entfernt werden. Wird die Ausstattung nicht benötigt, verschwindet sie platzsparend im Keller oder in der Garage und der VW-Bus wird wieder zum vollwertigen Alltags-Van.
Die aufblasbare Küche wurde speziell für die Gepäck-Board-Auflage des California Beach entwickelt und bietet trotz ihres geringen Gewichts einen vollwertigen Funktionsumfang mit integriertem, geschlossenem Wasserkreislauf. Mit Abmessungen von rund 120 x 44 x 47,5 Zentimetern wiegt die Küche unter 10 Kilogramm. Ein besonderer Vorteil ist die Teilbarkeit des Moduls: Die Küche kann je nach Einsatzszenario flexibel im Fahrzeug oder außerhalb genutzt werden.
Ebenso flexibel präsentiert sich das neue Bettsystem. Die rund 200 x 134 Zentimeter große Liegefläche basiert auf einer mehrlagigen, atmungsaktiven Konstruktion und ist ausdrücklich mehr als eine klassische Luftmatratze. Das Bettsystem kann sowohl als Doppelbett (12 Kilo schwer) als auch als Einzelbett (6 kg) genutzt werden. Dadurch bleibt selbst bei aufgebautem Bett ausreichend Platz zum Wohnen, Kochen oder Verstauen von Gepäck. Damit bietet der California Beach dann bis zu vier Schlafplätze.
Küche und Bett sind voneinander unabhängig nutzbar, teilbar und flexibel kombinierbar. So verwandelt sich der California Beach je nach Bedarf in einen vollwertigen Camper, ein mobiles Familienhotel, einen Business-Van, ein Basecamp für Outdoor-Sportler oder ein geräumiges Alltagsfahrzeug. Das geringe Zusatzgewicht der textilen Konstruktionen verbessert gegenüber konventionellen Lösungen Zuladung, Verbrauch und Alltagstauglichkeit. Ein weiterer wesentlicher Vorteil gegenüber klassischen modularen Möbeleinbauten: Die Module benötigen bei Nichtgebrauch keinen Stellplatz im Fahrzeug oder Lagerraum für sperrige Möbel.
„Mit dieser Kooperation nutzen wir die Chance, Campervans neu zu denken. Gemeinsam mit unserem Innovationspartner Stuff Bubble untersuchen wir, wie sich moderne Leichtbau-Technologien und modulare Konzepte auf den California Beach übertragen lassen. Dabei greifen wir bewusst auf Entwicklungen aus anderen Bereichen zurück – etwa aus dem Kite- und Gleitschirmsport oder auf Luftschlauchkonstruktionen, die im Zeltbau moderner Standard sind. Unser strategischer Ansatz ist es, den klassischen Campervan von schweren Materialien und starren Einbauten zu befreien und stattdessen auf flexible, modulare Lösungen zu setzen. So entsteht Camping-Nutzen, ohne die Alltagstauglichkeit des Grundfahrzeugs einzuschränken. Damit sprechen wir insbesondere Kunden an, die bewusst keine feste Einrichtung im Fahrzeug wünschen, aber dennoch beim Spontan-Trip oder auf Festivals nicht auf ihre Camping-Standards verzichten möchten“, erläutert Stefan Mecha, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen Nutzfahrzeuge. (aum)
Veröffentlicht am 11.08.2026
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