Europas Motorradhandel bleibt auf Euro-4-Maschinen sitzen
Der Absatz von Kleinkrafträdern und -rollern bis 50 Kubikzentimeter Hubraum schrumpfte auf den Hauptmärkten Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Polen und Spanien im März um 37,9 Prozent und im vergangegen Monat um über die Hälfte (minus 55,1 Prozent).
Der Handel steht wegen der Einführung der Euro-5-Norm im kommenden Jahr unter Druck. Er sitzt derzeit auf großen Lagerbeständen von nicht verkauften Euro-4-Motorrädern, die im Frühjahr wegen des Lockdowns keine Käufer fanden. ACEM-Generalsekretär Antonio Perlot spricht von Hunderttausenden betroffener Fahrzeuge. Derzeit bemüht sich der Verband bei der EU um eine Lösung. So ist beispielsweise eine Fristverlängerung für die Einführung der Euro-5-Pflicht um ein halbes Jahr im Gespräch, so dass die älteren 2020er-Modelle noch im Frühjahr 2021 an den Mann und die Frau gebracht werden könnten. (ampnet/jri)
Veröffentlicht am 26.05.2020
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