Li Shufu meint es ernst: Eine für alle
SEA wird nicht allein von den neun globalen Geely-Marken genutzt werden – also von Volvo, 2010 von Ford übernommen, über Polestar, die Elektromarke von Volvo, Proton, die London Taxi-Marke LEVC, Lynk & Co bis Lotus. SEA soll – und dies ist die Vision - auch weiteren Automobil-Herstellern angeboten werden. Gespräche mit anderen Autobauern sind bereits im Gange. Darunter auch mit Mercedes Benz, wo Geely einen zehn-Prozent-Aktienpaket hält.
Li Shufu, Chairman und Gründer der Geely Holding: „Die Entwicklung dieser Elektro-Architektur ist für Geely der größte Entwicklungsschritt binnen des letzten Jahrzehnts. Diese weitreichende Innovation wird die Skalierbarkeit und das Volumen unserer Zero-Emission-Fahrzeuge stark ausbauen. Und wir wollen diese Innovation auch an andere Hersteller weitergeben. Diese Open-Source-Architektur wird ein Meilenstein bei neuen Mobilitäts-Angeboten darstellen, auf die die Geely-Holding als Pionier stolz ist.“
Entwickelt wurde an der SEA-Technik in den letzten drei Jahren gemeinsam in den Geely-Entwicklungszentren in China, Schweden, England und Deutschland. Die SEA-Plattform ist nicht nur für kleinere Fahrzeuge des A-Segments ausgelegt, sondern soll sich bis zu Modellen im D- und E-Segment skalieren lassen. Gedacht ist die neue Elektro-Technologie für Limousinen, SUV bis hin zu Sportwagen. In leicht modifizierter Version soll sie sogar bei leichten Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen. Ausgelegt ist SEA sowohl für Front-, Heck- und Allradantrieb.
„Die Skalierbarkeit der neuen, rein elektrischen Architektur wird uns die Möglichkeit geben Best-in-class-Fahrzeuge zu entwickeln, die mit führender Dynamik, Konnektivität und intelligenter Funktionalität emissionsfreie Mobilität für breite Kundenschichten ermöglichen“, erklärt Kent Bollevan, bei Geely verantwortlich für künftige Fahrzeug-Architekturen.
SEA soll neben konkurrenzloser Konnektivität, konstante Online-Updates, führende autonome Fahrfunktionen und eine maximale elektrische Reichweite von 700 Kilometern bieten. Und was den chinesischen Elektronik-Baukasten für möglichst viele Hersteller attraktiv machen soll: Geely verspricht, dass SEA für externe Hersteller durch die Reduktion der Entwicklungskosten besonders interessant werden soll. Man spricht von einem Einsparpotential im Bereich von 40 Prozent. (ampnet/bo)
Veröffentlicht am 25.09.2020
Technologie & VerkehrUnternehmenDaimlerGeelyLEVCPolestarVolvoneue PlattformElektroauto
