2026-10-13 09:26:00 Automobile

Paris 2026: Der Omoda 4 EV läuft sich als nächster Preisbrecher aus Fernost warm

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Fotos: Omoda via Autoren-Union Mobilität

Omoda 4 heißt das jüngste Crossover-Modell der gleichnamigen chinesischen Marke, das auf dem Pariser Automobilsalon die Hüllen fallen ließ. Es wurde maßgeblich im europäischen Entwicklungszentrum der Muttergesellschaft Chery in Raunheim bei Frankfurt für den hiesigen Markt entwickelt und gilt als neues Einstiegsangebot des Herstellers.

Bei 4,42 Meter Länge, 1,87 Meter Breite und 1,57 Meter Höhe sowie einem Radstand von 2,63 Metern wirken die Proportionen des Omoda 4 ausgewogen und versprechen eine gute Raumnutzung. Die Front dominiert die aerodynamische Gestaltung und eine scharfe Lichtsignatur mit LED-Scheinwerfern. Die Silhouette prägen eine ansteigende Gürtellinie und 18 Zoll große Räder. Der sportliche Ansatz des Außendesigns setzt sich im Interieur fort. Das zweifach abgeflachte Multifunktionslenkrad liefert freie Durchsicht auf das 8,8 Zoll große Kombiinstrument, das zusammen mit einem 13,2-Zoll-HD-Touchscreen im Hochformat ein digitales Cockpit bildet. Transportaufgaben bewältigt der Crossover mit einem 400 bis 1100 Liter großem Kofferraum.

Als Hybrid setzt der Omoda 4 auf das Super Hybrid System mit einem Benzin- und zwei Elektromotoren, Automatikgetriebe und einer 1,83 kWh speichernden Traktionsbatterie. Die Systemleistung liegt bei 165 kW (224 PS) und einem Drehmoment von 295 Nm. Dies beschleunigt den Vierer in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt. Als Verbrauch werden 5,2 Liter auf 100 Kilometer angegeben.

Der Nickel-Mangan-Kobalt-Akku liefert temporär eine Entladeleistung von bis zu 85 kW für zehn Sekunden, etwa um Überholmanöver auf der Landstraße zu erleichtern. Rein elektrisch bewegt sich der Vierer bis 40 km/h schnell, im seriellen Hybridmodus lädt der Verbrenner die Batterie, der Antrieb erfolgt elektrisch über den Haupt-Elektromotor. Im Verbrennermodus übernimmt der Benzinmotor bei vollständig geladener Batterie sowie bei mittlerer oder hoher Geschwindigkeit die Arbeit. Im parallelen Hybridmodus sorgen sowohl der Haupt-Elektromotor als auch der Verbrennungsmotor für Vortrieb.

Die Elektroversion des Omoda 4 treibt eine E-Maschine mit 160 kW (218 PS) Leistung an, sie erreicht eine Drehmomentspitze von 275 Newtonmeter. Damit sind beim Sprint von 0 auf 100 km/h 7,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h möglich. Der Akku hat eine Kapazität von 67 kWh und erlaubt eine Reichweite von etwa 450 Kilometer. Er kann an DC-Schnellladestationen mit bis zu 120 kW in etwa 22 Minuten von 30 auf 80 Prozent geladen werden.

Der Hersteller gewährt eine Sieben-Jahres-Garantie (oder 150.000 Kilometer Fahrleistung), für alle elektrischen Antriebskomponenten und die Batterie gelten acht Jahre oder 160.000 Kilometer. Für die ersten drei Jahre oder bis zu 80.000 Kilometer ab Erstzulassung ist eine europaweite Pannenhilfe enthalten, die im Notfall Telefonhilfe, Vor-Ort-Pannenhilfe und Abschleppdienst umfasst. In Deutschland gibt es zur Zeit 50 Händler und Werkstätten, das Netz soll zügig wachsen.

Der schon seit Ende 2022 angebotene Omoda 5 präsentiert sich in Paris mit zahlreichen Änderungen. Dazu gehören unter anderem die um zehn Zentimeter auf 4,54 Meter gewachsene Länge und der um zwei auf 2,63 Meter verlängerte Radstand. Ein neues Cockpit und eine ferngesteuerte Einparkfunktion sind neben der Einführung des rein elektrisch angetriebenen Modells die weiteren Neuerungen.

Die Hybridversion entspricht technisch dem im Omoda 4 verwendeten System, die elektrische Ausführung des Omoda 5 wird von einem Elektromotor mit 155 kW (211 PS) und 288 Nm maximalem Drehmoment angetrieben, der seine Kraft an die Vorderräder überträgt. Die Energie stammt aus einem Akku mit 61 kWh Kapazität, der 430 Kilometer Reichweite verspricht und sich mit bis zu 130 kW in 28 Minuten von 30 auf 80 Prozent aufladen lässt.

Die Preise für die Basisversionen des Omoda 5 liegen bei 28.900 Euro für das Hybridmodell und 36.900 Euro für den Stromer. Was der kleinere Omoda 4 kosten soll, ist noch nicht bekannt. Vermutlich wird die Einstiegsvariante für rund 25.000 zu den Händlern kommen. (aum)

Veröffentlicht am 13.10.2026

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