Stadt und Land brauchen unterschiedliche Angebote
Die Antworten zeigen die Erwartungen an die Verkehrspolitik besonders für den öffentlichen Nahverkehr, aber auch für Radwege oder Parkraum. Angesichts der bestehenden Infrastruktur messen die Verbraucherinnen und Verbraucher dem Auto weiterhin eine zentrale Rolle zu. Dabei zeigen sie sich offen für Angebote, die dem Nachhaltigkeitsaspekt Rechnung tragen, etwa E-Mobilität und Park-and-Ride, zugleich aber wird das Defizit beim Ausbau der Ladeinfrastruktur kritisiert. Das geben sogar 64 Prozent der Befragten als gravierendsten Vorbehalt gegen den Kauf eines Elektroautos an. Allerdings spielen auch die Anschaffungskosten eine Rolle für die Kaufentscheidung: Für 63 Prozent aller Befragten sind sie zu hoch.
Hildegard Müller, Präsidentin des Verband der Automobilindustrie: kommentiert die Befragungsergebnisse als Forderung an die Politik: „Die eine Mobilitätslösung für die verschiedenen Bedürfnisse gibt es nicht. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Mobilität der Zukunft an den Zielen Klimaneutralität und Interesse der Menschen gleichermaßen auszurichten. Dabei gilt es, die Lebensrealitäten und Wünsche der Menschen einzubeziehen. Es gilt, Hemmnisse abzubauen, Infrastruktur auszubauen und Überzeugungsarbeit zu leisten.“
Die Befragung wurde nach der Größe des Wohnorts differenziert. Allensbach unterscheidet zwischen Befragten, die in Wohnorten mit weniger als 5.000 Einwohnern leben („Dorfbewohner“), in Orten mit zwischen 5.000 bis unter 20.000 Einwohnern („Kleinstädte“), zwischen 20.000 bis unter 100.000 Einwohnern („Mittelstädte“) und mit 100.000 und mehr Einwohnern („Großstädte“). (aum)
Veröffentlicht am 29.08.2021
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