Volkswagen mit neuem Vollhybrid für Golf und T-Roc
Der neue Vollhybrid bietet zahlreiche Vorteile: Im Vergleich zu einem Mild-Hybrid ermöglicht er einen höheren elektrischen Fahranteil und damit niedrigere Emissions- und Verbrauchswerte sowie reduzierte Kraftstoffkosten. Gegenüber einem extern aufladbaren Plug-in-Hybridantrieb ist der Vollhybrid indes in der Anschaffung günstiger und benötigt keine Ladeinfrastruktur.
Beispiel Golf: Das neue Hybridsystem ist an der Bezeichnung „Hybrid“ zu erkennen und schließt die Lücke zwischen dem Mild-Hybrid, der als „eTSI“ bereits erhältlich ist, und den Plug-in-Hybriden. Diese sind im Golf bestellbar unter dem Label „eHybrid“ oder als sportlicher GTE. Volkswagen nutzt damit ein nochmals breiteres Spektrum elektrifizierter Antriebe, um ergänzend zu den rein elektrischen ID-Modellen für jedes Einsatzszenario und die für jeden Kunden passende Antriebslösung anbieten zu können.
Der neue Hybridantrieb treibt die Vorderachse an. Er besteht im Wesentlichen aus dem Hybridmodul, dem Turbobenziner (TSI) und der Lithiumionen-Batterie. Das Hybridmodul beinhaltet eine E-Maschine als Antriebsmotor, eine zweite E-Maschine als Generator sowie Leistungselektronik, Differenzial, Ein-Gang-Getriebe. Dazu gehört auch eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung samt eigener Steuereinheit, über die der TSI in den Antriebsstrang ein- und ausgekoppelt wird.
Ebenfalls in den Vorderwagen integriert: ein elektrischer Klimakompressor und ein elektrischer Bremskraftverstärker (eBKV). Die auf den Hybridantrieb zugeschnittene Hochvoltbatterie mit NMC-Zellen und einer in HEV-Fahrzeugen üblichen Kapazität von 1,6 kWh (brutto) wird sowohl beim Golf als auch T-Roc im Heckbereich in den Fahrzeugboden integriert.
Das Zusammenspiel des Turbobenziners (1.5 TSI evo2), der beiden E-Maschinen und der Hochvoltbatterie wurde so ausgelegt, dass eine gute Balance aus Effizienz, Dynamik und Komfort entsteht. Die für den Antrieb zuständige E-Maschine ersetzt oder unterstützt den Turbobenziner dabei in all jenen Phasen, in denen sie ein Plus an Effizienz bietet. Zum Beispiel beim Anfahren, bei niedrigen Geschwindigkeiten und damit auch im Stadtverkehr sind der Golf Hybrid und T-Roc Hybrid deshalb häufig rein elektrisch und daher sehr leise unterwegs.
Die drei Betriebsmodi des Antriebs
Generell bietet der Antrieb drei Betriebsmodi, die vom Fahrzeug automatisch je nach Einsatzprofil aktiviert werden:
Antrieb per E-Maschine: Fahren bei niedrigen Geschwindigkeiten allein per E-Maschine, der TSI ist abgeschaltet.
Serieller Antrieb; E-Maschine plus Generator: Fahren per E-Maschine. Der TSI ist aktiv aber abgekoppelt, um in einem optimalen Betriebsfenster über einen Generator Energie für die E-Maschine zu erzeugen und damit die elektrische Reichweite zu verlängern.
Paralleler Antrieb: Benziner und E-Maschine – der TSI ist ab ca. 60 km/h auf Landstraßen und Autobahnen als primärer Antrieb aktiv; die E-Maschine unterstützt den Turbomotor, etwa als Booster beim Beschleunigen.
Die drei Fahrprofile
Der Fahrer des neuen Golf Hybrid und T-Roc Hybrid wird zwischen drei Fahrprofilen wählen können: „Eco“, „Comfort“ und „Sport“. Im Fahrprofil „Eco“ wird die maximale Systemleistung auf 70 Prozent begrenzt und die Boost-Funktion deaktiviert, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Das Profil „Comfort“ verzichtet auf die Begrenzung der Systemleistung und erlaubt das Boosten. Im Fahrprofil „Sport“ wird die sportliche Ausprägung dadurch erreicht, dass der Antrieb früher in den seriellen Betrieb wechselt und damit schnell die volle Leistung zur Verfügung steht.
Zum Verbrauch gibt es noch keine offiziellen Daten. Volkswagen ermittelte mit einer seriennahen Studie für den Golf eHybrid den Energieverbrauch (gewichtet kombiniert) mit 12,8-12,1 kWh/100 km plus 1,3-1,1 l/100 km; Kraftstoffverbrauch bei entladener Batterie kombiniert: 5,3-5,0 l/100 km; CO₂-Emissionen gewichtet kombiniert: 29-25 g/km; CO₂-Klasse gewichtet kombiniert: B; CO₂-Klasse bei entladener Batterie: D-C. (aum)
Veröffentlicht am 23.04.2026
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