2025-11-21 09:26:00 Automobile

Chinesische Elektro-SUV dominieren im Euro-NCAP

Carzoom.de
Fotos: Euro-NCAP via Autoren-Union Mobilität

Die Crashtest-Organisation Euro-NCAP hat in der größten Gruppenprüfung in diesem Jahr insgesamt 23 neue Modelle getestet. Die Auswahl erstreckte sich von elektrischen SUVs und luxuriösen Coupés bis hin zu kompakten Crossovern und großen Familienautos. Dabei erreichten 18 Modelle die Topbewertung von fünf Sternen, fünf weitere mussten sich mit vier Sternen begnügen. Eine buchstäblich interessante Spitze dabei: Am besten schnitten neben dem Mercedes-Benz CLE Coupé mit dem Leapmotor B10 und dem Hongqi EHS7 zwei mittelgroße Elektro-SUV aus China ab. Alle drei erzielten die Höchstwertung von 93 Prozent.

Dabei sind es inzwischen die Prozentwerte in jeder der vier Bewertungskategorien, die die Besten der Besten bestimmen. Jedes Fahrzeug wird danach bewertet, wie gut es Erwachsene und Kinder bei einem Unfall schützt und wie es andere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer berücksichtigt. Eine weitere Kategorie bewertet die Effektivität der Fahrerassistenzsysteme des Fahrzeugs. Euro-NCAP führt insgesamt zwei Frontalcrashtests, einen Seitenaufpralltest und einen Pfahltest mit unterschiedlich großen Dummys durch, um die Schutzwirkung der Fahrzeugstruktur und der Rückhaltesysteme zu beurteilen.

Neben dem Leapmotor B10 und dem Hongqi EHS7 wurden sieben weitere Mittelklasse-SUV getestet, darunter der Kia EV5, Nissan Qashqai, Skoda Elroq und Enyaq, Subaru Solterra, Toyota bZ4X sowie das kürzlich aktualisierte Tesla Model Y. Von diesen beeindruckte das beliebte Tesla-Modell am meisten: 91 Prozent für die Sicherheit Erwachsener und 93 Prozent für den Kinderschutz. Auch bei den Fahrerassistenzsystemen erzielte das Model Y eine hohe Bewertung und somit insgesamt fünf Sterne.

Der Volvo EX90 schnitt im Segment der großen SUVs außergewöhnlich gut ab. Das siebensitzige Elektromodell erreichte 92 Prozent im Insassenschutz für Erwachsene, 93 Prozent im Kinderschutz und 86 Prozent bei den Fahrerassistenzsystemen. Ebenfalls getestet wurden der Lucid Gravity und der MG MGS9 PHEV. Beide erzielten 83 Prozent beim Insassenschutz für Erwachsene, doch der Gravity glänzte mit 93 Prozent beim Kinderschutz. Alle drei erhielten fünf Sterne. Der BYD Seal 6 überzeugte mit 92 Prozent beim Schutz Erwachsener und hervorragenden Fahrerassistenzsystemen.

Auch aus dem Volkswagen-Konzern wurden gleich mehrere Modell getestet, darunter der Audi A3, VW ID.3, der Cupra Formentor und Cupra Leon sowie sein Pendant Seat Leon. Hier schnitt der Crossover Formentor besonders gut ab, erzielte mit 91 Prozent den höchsten Wert beim Erwachsenenschutz, während der VW ID.3 mit einem Kinderschutzwert von 87 Prozent hervorstach. Umso bemerkenswerter allerdings, dass sich bei den VW-Nutzfahrzeugen der Multivan und der Caddy unterm Strich nur mit vier Sternen zufrieden geben muss. Vor allem der geringere Insassenschutz und fehlende Sicherheitsassistenten führten hier zur Abwertung. Ähnliche Defizite stellten die Tester auch beim BMW 2er Gran Coupé, Toyota Yaris Cross und Nissan Qashqai fest, die allesamt nicht über vier Sterne hinaus kamen.

Euro-NCAP-Programmleiter Aled Williams zeigt sich dennoch zufrieden: „Es mag wie ein Klischee klingen zu sagen, dass es keine schlechten Autos mehr gibt, denn natürlich gibt es sie noch. Aber sicher ist: Es gibt heute mehr sichere Fahrzeuge als je zuvor.“ (aum)

Veröffentlicht am 21.11.2025

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